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23. April 2015, 17:21 Uhr

Tier macht Sachen

Verirrter Seelöwe fährt im Streifenwagen zum Ozean

Es war dunkel und neblig, das kleine Tier auf der Straße kaum zu erkennen. Doch zwei US-Polizisten stoppten ihren Streifenwagen rechtzeitig - und wenig später nahm ein Seelöwe auf dem Rücksitz Platz.

"Wenn die Polizisten nicht angehalten hätten, wäre das Tier sicherlich überfahren worden", heißt es in der Mitteilung der Polizei in Mendocino County, im Nordwesten des US-Bundesstaates Kalifornien. Der Seelöwe sei rund 70 Zentimeter lang und knapp zehn Kilo schwer gewesen - und er habe eine kleine Reise hinter sich gehabt. Den Angaben zufolge fanden die Beamten das Tier rund 400 Meter vom Ozean entfernt.

"Das Tier war extrem freundlich im Umgang mit den Beamten und hat sich an ihre Beine geschmiegt, um Aufmerksamkeit zu bekommen", heißt es in der Mitteilung. An der vorderen Flosse des Seelöwen habe sich eine orangefarbene Markierung befunden, durch einen Anruf beim Marine Mammal Center wurde schnell geklärt, woher das Tier kam: Es war in dem Zentrum aufgepäppelt und kurz vor dem Zwischenfall auf der Straße wieder in die Freiheit entlassen worden.

"Der Seelöwe war dankbar, von den Polizisten mitgenommen zu werden und kletterte auf den Rücksitz des Streifenwagens", heißt es in der Mitteilung. Ein Foto zeigt das Tier mit Sicherheitsgurt im Inneren des Autos. Wenig später sei es "zurück in sein natürliches Umfeld" entlassen worden.

Auch auf der Facebook-Seite der Polizei wurde der Einsatz thematisiert. Die Beamten hätten das Tier sanft auf den Rücksitz gehievt, heißt es da. In Klammern steht der Zusatz: "ohne Handschellen ;-)".

aar

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