Fotos verlassener Orte Geisterstädte und Gruselinseln

Verwilderte Hotels, verrostete Panzer, versinkende Häuser: Überall auf der Welt gibt es verlassene Ortschaften, die eine sonderbare Magie ausstrahlen. Ein Bildband zeigt die faszinierenden Fotos.

David Gray/ Corbis

Manchmal ist es höhere Gewalt, die Menschen vertreibt. So wie auf der Karibikinsel Montserrat, wo Vulkanausbrüche die Hauptstadt Plymouth unter Asche begraben haben.

Manchmal sind es finanzielle Zwänge. So wie in dem kalifornischen Goldgräberort Bodie, der mit dem Ende des Goldrausches zur Geisterstadt wurde. Und manchmal gehen die Menschen aus freien Stücken, so wie im Fall der britischen Seefestungen, die nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs niemand mehr brauchte.

Oft bleiben Spuren zurück, auch Jahrzehnte später. Es sind Spuren des Verfalls, die oft einen einzigartigen Zauber entfalten.

In dem kürzlich erschienenen Bildband "Abandoned Places" ("Verlassene Orte") hat Kieron Connolly mehr als hundert Fotos von solchen Orten zusammengestellt, die ganz unterschiedliche Geschichten erzählen. Mal sind sie faszinierend, mal erschreckend - wie etwa im Fall des französischen Mahnmals Oradour-sur-Glane. Oder im Fall der riesigen russischen Diamantenmine Mirny, deren mehr als 500 Meter tiefer Krater einer Wunde in der Erdkruste gleicht. Die Arbeit an der Oberfläche ist dort lange eingestellt, doch Untertage geht sie weiter.

Connolly zeigt in sechs Kategorien wie "Öffentliche Gebäude" oder "Geisterstädte" keine neu entdeckten Welten. Die Bilder sind teilweise mehrere Jahre alt und stammen von diversen Fotografen und Bildagenturen, die begleitenden Informationen sind sehr knapp gehalten. Trotz aller Unterschiede wird die gemeinsame Botschaft der Aufnahmen in der Zusammenstellung besonders deutlich: Was der Mensch erschafft, ist vergänglich.

Sehen Sie die spektakulären Fotos aus "Abandoned Places" in unserer Fotostrecke:

Fotostrecke

20  Bilder
Verlassene Orte: Geisterstädte und Gruselinseln
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All images taken from the book Abandoned Places by Kieron Connolly published by Amber Books Ltd
YouTube/Jersey Drone

hut



insgesamt 2 Beiträge
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quentinleandros 08.09.2016
1. Also entweder habe ich...
nachm SPON-Update Verknüpfungsfehler, oder so ziemlich jeder Untertitel der Fotostrecke gehört eigentlich zu einem anderen Bild. Außerdem weist der Artikel an sich einige völlig sinnfreie und grammatikalisch unvollständige Sätze auf. Schade! Der Artikel ist eigentlich sehr interessant
pr8kerl 08.09.2016
2. Tolle Fotos...
... aber ich vermisse auf Platz 1 den Berliner Flughafen. 20wann..? sollte er eröffnet werden? Die Politiker haben sich in die Planung eingemischt und wirklich alles, alles versemmelt. Aber Verantwortung übenehmen ist ja nicht ihre Art. Kassieren ist besser.
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