Unglück in Süditalien Vier Menschen sterben bei Tauchgang

Tauchgang mit traurigem Ausgang: Vier Wassersportler konnten nach einer Exkursion in die süditalienische Grotta del Sangue nur noch tot geborgen werden. Die Unglücksursache ist bislang unklar.
Küstenwache am Eingang der Blut-Grotte: Das Palinuro-Kap ist ein beliebtes Tauchgebiet

Küstenwache am Eingang der Blut-Grotte: Das Palinuro-Kap ist ein beliebtes Tauchgebiet

Foto: Massimo Pica/ dpa

Rom - Vier Taucher sind am Samstag bei einem Ausflug in eine süditalienische Grotte ums Leben gekommen. Drei Männer und eine Frau wurden nacheinander tot aus der Grotta del Sangue am Palinuro-Kap südlich von Salerno gezogen. Vier andere Taucher kamen sicher zurück.

Zwei der tot geborgenen Männer (beide 41 Jahre alt) sind aus Rom, ein 23-jähriger Taucher stammt aus Kalabrien. Die 36-jährige Frau lebte in Kampanien. Unklar bleibt, wie es zu dem Unfall in der Grotta del Sangue kommen konnte. Die vier Taucher waren zusammen mit vier anderen in die Grotte aufgebrochen, hatten sich dann aber offenbar getrennt. Angenommen wird, dass die Gruppe der verunglückten Taucher in der etwa 15 Meter tiefen Grotte in einem Stollen blockiert wurden.

Eine Vermutung lautet, dass die Unterwassersportler während ihres Tauchgangs Schlamm aufgewirbelt und im trüben Wasser die Orientierung verloren haben könnten. Laut der italienischen Zeitung "La Repubblica"  gibt es aber auch andere Spekulationen, die besagen, dass möglicherweise Steinschlag den Ausweg der Taucher blockiert haben könnte.

Das Palinuro-Kap ist mit seinen Dutzenden von Grotten bei Freizeittauchern äußerst beliebt. Die Grotta del Sangue (zu deutsch Blut-Grotte) hat ihren Namen von den rotgefärbten Gesteinswänden.

cab/dpa
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