Schmuggelware in Vietnam Behörden vergraben Hunderte Katzen - teils lebendig

Mit einer Ladung von drei Tonnen lebender Katzen ist ein Lkw-Fahrer in die vietnamesische Hauptstadt Hanoi gefahren. Behörden beschlagnahmten die geschmuggelten Tiere. Nun wurden Hunderte begraben - teils lebendig.

Gefangene Katzen in Hanoi: Heftige Kritik von Tierschützern
AFP

Gefangene Katzen in Hanoi: Heftige Kritik von Tierschützern


Hanoi - Behörden in Hanoi haben Hunderte zum Verzehr bestimmte Katzen vergraben, darunter offenbar noch lebende Tiere. Das Vorgehen entspreche dem Gesetz zum Umgang mit geschmuggelten Gütern, sagte ein Polizist der Nachrichtenagentur AFP. Wie viele der vergrabenen Katzen noch am Leben waren, konnte er nicht sagen.

"Einige von ihnen waren bereits tot, es stank entsetzlich, und das Risiko war groß, dass Krankheiten übertragen werden", sagte der Polizist. Der Vorsitzende des vietnamesischen Zoologenverbands, Dang Huy Huynh, bezeichnete die Tötung ebenfalls als notwendig, um die Übertragung von Krankheiten durch den Verzehr des Katzenfleischs und zukünftigen Schmuggel zu verhindern. Tierschützer dagegen sprechen von einem "unmenschlichen" Vorgehen.

In der vergangenen Woche war der Lastwagen in Hanoi beschlagnahmt worden. Er hatte insgesamt drei Tonnen lebende Katzen geladen. Laut Polizei lag keine Einfuhrgenehmigung vor. Fotos der stapelweise in Bambuskisten eingepferchten Katzen hatten Tierfreunde auf den Plan gerufen: Rund 23.000 Menschen unterzeichneten bis Mittwoch eine Petition auf der Webseite change.org, in denen die vietnamesischen Behörden aufgefordert werden, "ihre Richtlinien zum Umgang mit Tieren zu ändern".

Katzenfleisch gilt in Vietnam als Delikatesse. Obwohl es seit 1998 offiziell verboten ist, wird es in vielen Spezialitätenrestaurants serviert.

aar/AFP/AP



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