Kalifornien Waldbrände schneiden Campern in der Sierra Nevada Fluchtweg ab

Rund 1000 Menschen auf einem Campingplatz in Kalifornien ist der Fluchtweg vor den Waldbränden versperrt. Sollte sich die Lage weiter verschlimmern, sollen sie in einem Stausee Zuflucht suchen.
Löscharbeiten im San Bernardino National Forest

Löscharbeiten im San Bernardino National Forest

Foto: Terry Pierson / imago images/ZUMA Wire

Drei Wochen nach dem Ausbruch zahlreicher Waldbrände in Kalifornien hat die Feuerwehr die Anwohner der von den Waldbränden betroffenen Regionen aufgefordert, zu Hause zu bleiben. Wegen der Rekordhitzewelle mit Temperaturen von bis zu 49 Grad Celsius an diesem langen Feiertagswochenende zum Labour Day könnten sich leicht neue Brände entfachen. Der Wetterdienst hatte eine "seltene, gefährliche" Hitzewelle für das Wochenende vorausgesagt.

Unterdessen waren auf einem Campingplatz in einem Nationalpark der Sierra Nevada Medienberichten zufolge am Samstag (Ortszeit) rund 1000 Menschen von der Umgebung abgeschnitten. Die einzige Zugangsstraße war wegen eines Feuers nicht passierbar. Einsatzkräfte der Feuerwehr und Rettungsflugzeuge bemühten sich demnach, sich Zugang zu der Gegend zu verschaffen. Die von den Flammen bedrohten Camper seien angewiesen, sich zur Not in das Wasser des Mammoth Pool Reservoirs zu retten, berichtete "The Fresno Bee" unter Berufung auf einen Sprecher des Nationalparks.

In dem Bundesstaat waren zuletzt rund 12.000 Einsatzkräfte damit beschäftigt, mehr als 20 größere Brände einzudämmen, berichtete die Feuerwehr. Seit den Blitzeinschlägen, die Mitte August die ersten Brände ausgelöst hatten, seien mehr als 900 Feuer ausgebrochen, hieß es. Gut 6000 Quadratkilometer Land seien abgebrannt. Mindestens acht Menschen seien bisher ums Leben gekommen. Knapp 3300 Gebäude wurden den Angaben zufolge zerstört. Noch immer könnten mehr als 10.000 Menschen nicht in ihre Häuser und Wohnungen zurückkehren. Die beiden größten Brände wüteten zuletzt nahe der Metropole San Francisco.

caw/dpa
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