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Deutschlands oberster Bischof Warum Kardinal Marx aufhört - und wer ihn ersetzen könnte

Überraschend hat der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz seinen Rückzug verkündet. Als möglicher Nachfolger gilt Bischof Heiner Wilmer aus Hildesheim. Wer ist der Hoffnungsträger?
aus DER SPIEGEL 8/2020
Kirchenmann Heiner Wilmer: Rolle des Mittlers zwischen klerikalen Clans

Kirchenmann Heiner Wilmer: Rolle des Mittlers zwischen klerikalen Clans

Foto: HARALD OPPITZ / KNA

Bevor er Bischof in Niedersachsen wurde, hat Heiner Wilmer die Welt bereist. Der 1961 geborene Emsländer war gerade mal 19 Jahre alt, als er in den Orden der Herz-Jesu-Priester eintrat, der in 43 Ländern auf fünf Kontinenten vertreten ist. Wilmer studierte unter anderem in Rom und Paris. Er arbeitete als Seelsorger in Toronto und Caracas. Später stieg er zum Generaloberen seiner Ordensgemeinschaft auf.

Erst seit anderthalb Jahren ist Wilmer Bischof von Hildesheim, nach katholischer Zeitmessung ist das nicht einmal ein Wimpernschlag. Trotzdem könnte der 58-Jährige schon in wenigen Wochen zum einflussreichsten Kirchenfürsten Deutschlands aufsteigen. Seitdem der Münchner Kardinal Reinhard Marx am Dienstag seinen Rückzug als Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz verkündet hat, fällt immer wieder Wilmers Name.

"Auf Spekulationen lasse ich mich nicht ein", sagt der Kleriker, während er bei Kaffee und Käsebroten in seinem Empfangszimmer am Hildesheimer Domhof sitzt. Ausschließen will er das prestigereiche Amt aber nicht. Der Wahl des neuen Vorsitzenden der deutschen Bischöfe bei deren Frühjahrsvollversammlung Anfang März sehe er "gespannt, zugleich aber auch gelassen" entgegen.

Wilmer gilt vielen Katholiken in Deutschland als Hoffnungsträger. Mit 58 Jahren zählt er zu den Jüngeren unter den Bischöfen. Der polyglotte Ordensmann, der mehr als fünf Sprachen spricht, hat nicht die in Deutschland sonst übliche kirchliche Karriere hinter sich, er kommt von außen. Wilmer redet offen über seine Schwächen. Vor einigen Jahren hatte er Glaubenszweifel und schrieb darüber ein Buch ("Gott ist nicht nett").

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