Wendland Castor-Gegner lag eine Woche tot im Fluss

Spaziergänger haben im Wendland eine Leiche in einem Fluss gefunden. Nach Angaben der Polizei handelt es sich dabei um einen Castor-Gegner, der beim Wasserlassen ausgerutscht und ertrunken sein soll.
Polizeihubschrauber während des Castor-Transports: Unfall beim Rekord-Protest

Polizeihubschrauber während des Castor-Transports: Unfall beim Rekord-Protest

Foto: PAWEL KOPCZYNSKI/ REUTERS

Lüneburg - Er lag ertrunken in einem Bach: Eine Woche nach den Anti-Atom-Protesten im niedersächsischen Wendland haben Spaziergänger einen Gegner des Castor-Transports gefunden. Für die Zugehörigkeit des Toten aus dem Mühlenbach bei Neu Darchau im Kreis Lüchow-Dannenberg zu den Gegnern des Atommülltransports sprächen sein Erscheinungsbild und gefundene Gegenstände, sagte ein Polizeisprecher am Sonntag.

Auch zur Todesursache macht er Angaben: Die Spuren deuteten darauf hin, dass der Mann beim Wasserlassen ausgerutscht und in den rund 60 Zentimeter tiefen und drei Meter breiten Bach gefallen sei. Dort habe er mindestens eine Woche lang gelegen. Bei der Obduktion des Leichnams an der Medizinischen Hochschule Hannover seien keine Spuren von Gewalt festgestellt worden.

Die Identität des Manns steht bisher nicht fest. Die Polizei sucht deswegen nach Hinweisen, wer die 30 bis 40 Jahre alte, 1,80 Meter große Person mit Rastalocken und Skorpion-Tattoo sein könnte. Eine Vermisstenmeldung liege nicht vor.

ore/dpa
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