Bis 38 Grad am Wochenende Deutschland schwitzt

Die Ostseebäder erwarten großen Andrang - und die Bahn stellt sich auf mehr Fahrgäste ein: Deutschland wappnet sich für ein Hitzewochenende. Nur ganz vereinzelt kann es Gewitter geben.
Voller Ostseestrand bei Kühlungsborn: Pack die Badehose ein!

Voller Ostseestrand bei Kühlungsborn: Pack die Badehose ein!

Foto: Bernd Wüstneck/ dpa

Hoch "Detlef" heizt Deutschland dieses Wochenende ein. Mit Sonne satt und Temperaturen weit jenseits der 30-Grad-Marke prognostiziert der Deutsche Wetterdienst verbreitet große Hitze.

Bereits am Freitag klettern demnach die Temperaturen vielerorts auf Höchstwerte zwischen 30 und 36 Grad. Lediglich südlich der Donau und an den Küsten wird es laut Prognose mit 27 bis 30 Grad nicht ganz so heiß.

Am Wochenende scheint ebenfalls die Sonne, nur in den Mittelgebirgen können sich am Samstag auch kurze Schauer bilden. Die Temperaturen legen sogar noch ein bisschen zu: Die Höchstwerte erreichen bis zu 37 Grad am Samstag und sogar bis zu 38 Grad am Sonntag im Westen.

Entlang der Küsten und auf den meisten Inseln soll es etwas weniger heiß werden, vom Bergland ausgehend kann es vereinzelte Hitzegewitter geben.

Ostseebäder fast ausgebucht

Mit der Hitze wappnen sich auch die Strände an Nord- und Ostsee sowie viele Seen auf einen Ansturm. "Die Buchungslage ist gut, wir sind fast ausgebucht", sagte die Geschäftsführerin des Verbands Mecklenburgischer Ostseebäder, Anett Bierholz.

Sie erinnerte daran, dass auch am Strand auf die Corona-Regeln wie Mindestabstände zu achten sei. Es lohne sich, auch mal links und rechts der Hotspots nach weniger vollen Strandabschnitten zu schauen. In den vergangenen Wochen war es an Küsten und Seen trotz der Pandemie häufig zu großem Andrang gekommen.

Bierholz appellierte auch an die Besucher, wenn möglich mit öffentlichen Verkehrsmitteln oder mit Fahrrädern an die Küsten zu kommen. So könnten lange und in der Hitze zermürbende Staus verhindert oder verringert werden.

Die Deutsche Bahn kündigte an, sich auf das Hitzewochenende mit zusätzlichen Zügen einzustellen - auch weil in einigen Bundesländern die Sommerferien enden und deshalb mit einer höheren Auslastung gerechnet wird.

Bahn vertraut auf neue Klimaanlagen

Der bundeseigene Konzern arbeite intensiv daran, dass es in Hitzephasen und mitten in der Coronakrise nicht zu Problemen mit Klimaanlagen in Fernzügen kommt, sagte ein Bahn-Sprecher. Unter anderem werde im Sommer gezielt gewartet, würden Bauteile gereinigt und Filter getauscht. Kaputte Klimaanlagen hatten bis vor einigen Jahren der Deutschen Bahn immer wieder Probleme bereitet.

ICE 4 der Deutschen Bahn: Mit besonders leistungsfähigen Klimaanlagen ausgerüstet

ICE 4 der Deutschen Bahn: Mit besonders leistungsfähigen Klimaanlagen ausgerüstet

Foto: Marius Becker / DPA

Inzwischen seien Hunderte Mitarbeiter eingestellt worden, um die Instandhaltung der Klimaanlagen zu gewährleisten. In den kommenden fünf Jahren will der Konzern in diesem Bereich einen zweistelligen Millionenbetrag investieren.

Zudem sei die Flotte inzwischen moderner: Die Zahl der ICE-4-Züge mit "besonders leistungsfähigen Klimaanlagen" habe sich im Vergleich zum Sommer 2019 inzwischen auf 49 verdoppelt. "Auch die neuen Doppelstock-IC-Züge besitzen Klimaanlagen, die für Außentemperaturen bis über 40 Grad Celsius ausgelegt sind."

apr/dpa
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