Wetter am Wochenende Comeback des Sommers mit bis zu 27 Grad

Der Oktober dreht noch einmal richtig auf: Ein Hoch über Osteuropa beschert Deutschland eine für diese Jahreszeit ungewöhnliche Wärme. Für den Wetterdienst liegt die Ursache auf der Hand.
Die Sonne strahlt durchs Herbstlaub: Sommerlicher Endspurt des Oktobers in Stuttgart

Die Sonne strahlt durchs Herbstlaub: Sommerlicher Endspurt des Oktobers in Stuttgart

Foto: Christoph Schmidt / dpa

Biergartenwetter kurz vor Allerheiligen: Das letzte Oktoberwochenende beschert Deutschland noch einmal richtig sommerliche Temperaturen. Bis zu 27 Grad erwartet der Deutsche Wetterdienst (DWD) in den kommenden Tagen. Dazu gibt es vielerorts strahlend blauen Himmel.

»Der Oktober dreht auf der Zielgeraden noch einmal richtig auf«, sagte ein DWD-Meteorologe in Offenbach. Ursache dafür seien ein Hoch über Osteuropa und ein Tief über dem Nordatlantik, die eine »für die Jahreszeit ungewöhnlich warme Luftmasse« von Spanien nach Deutschland fließen ließen. Die höchsten Temperaturen werden demnach am Freitag und Samstag am Nordrand der Mittelgebirge, in Baden-Württemberg und am Alpenrand mit bis zu 27 Grad erreicht.

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Rekord liegt bei 28,6 Grad

Hinter den milden Herbsttemperaturen steckt laut Wetterdienst der Klimawandel. Anders als weite Strecken über den Sommer hinweg ist das Wetter diesen Herbst wohl nicht zu trocken. In Deutschland kann es in den letzten Oktobertagen auch noch ab und an regnen oder gewittern.

Auch von den Rekordwerten für Ende Oktober sind die prognostizierten Temperaturen noch ein klein wenig entfernt: Die höchste in Deutschland im letzten Drittel des Oktobers je gemessene Temperatur liegt bei 28,6 Grad – und wurde am 26. Oktober 2006 in Emmendingen-Mundingen (Baden-Württemberg) erreicht. »Dieser Wert wird aller Voraussicht nach dann doch verfehlt«, sagte der DWD-Meteorologe. Ab 25 Grad sprechen Meteorologen aber immerhin schon von einem Sommertag.

Wie lange sich das warme Wetter hält, ist derzeit ungewiss. In der kommenden Woche dürften laut DWD die Temperaturen zwar leicht zurückgehen – mit »16 bis 21 Grad ist es allerdings weiterhin deutlich zu mild für die Jahreszeit«, sagte der Meteorologe.

Mit Blick auf den bereits nahenden Winter hatte DWD-Meteorologe Andreas Friedrich im Interview mit dem SPIEGEL diese Woche indes noch keine Prognose gewagt. Aus Angst vor hohen Energiekosten hoffen derzeit viele auf ein Ausbleiben der Kältewellen.

apr/dpa
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