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Frühlingsschlussspurt: 34 Grad - und es wird noch heißer

Foto: Paul Zinken/ dpa

Hitzewelle Deutschland schwitzt

Ab ins Freibad! Bis 35 Grad soll es dieser Tage heiß werden. Die Waldbrandgefahr ist hoch, die Ozonwerte steigen. Nach der Hitze drohen kräftige Gewitter.

Es ist noch nicht mal Juni, doch in Deutschland ist es schon so heiß, dass die Meteorologen des Deutschen Wetterdienstes (DWD) vom "Hochsommer im Spätfrühling" sprechen. Besonders im Westen und Südwesten knallt die Sonne: Am Wochenende wurde in Trier mit 34,3 Grad der bisherige regionale Mai-Rekord aus dem Jahr 2009 gebrochen.

Nach der Hitze drohen Blitz und Donner. Schwülwarme Luft breitet sich laut DWD über den Südwesten und die Landesmitte aus  - mitunter hagle und regne es stark. Über dem Schwarzwald bildeten sich bereits teils kräftige Gewitter.

Vorher soll es noch einmal richtig heiß werden: "Die 35-Grad-Marke könnte geknackt werden", sagte Thore Hansen vom DWD. Nur im Norden bleibt es etwas kühler. Der Deutschland-Höchstwert für den Monat Mai blieb bisher aber unerreicht: 1892 wurden in Jena 36,1 Grad gemessen.

Waldbrand auf Militärgelände in Brandenburg

In Baden-Württemberg erwarten die Meteorologen erstmals 2017 einen erhöhten Ozonwert. Nach Angaben der zuständigen Landesanstalt könnte die Belastung örtlich über 180 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft steigen. Die Behörde riet wegen der Belastung vom Joggen ab und empfahl, Kinder nicht draußen toben zu lassen. In vielen Gebieten vor allem im Süden und Südwesten ist laut DWD auch die gesundheitsgefährdende UV-Strahlung derzeit "sehr hoch".

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Frühlingsschlussspurt: 34 Grad - und es wird noch heißer

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Mit der Kehrseite der Hitze haben auch Förster zu kämpfen: Für Teile Bayerns rief der DWD die höchste Waldbrandgefahrenstufe aus. Die Regierung von Unterfranken ordnete vorsorglich die Beobachtung der Wälder aus der Luft an. In der Lieberoser Heide nördlich von Cottbus stehen rund 30 Hektar Wald und Heide in Flammen. Die Löscharbeiten seien wegen der vermuteten alten Munition auf dem ehemaligen Militärgelände schwierig, sagte ein Waldbrandschutzbeauftragter.

Mehrere Badetote am Wochenende

Eine leichte Abkühlung ist am Dienstag und Mittwoch, den letzten Tagen des meteorologischen Frühlings, zu erwarten. Am 1. Juni beginnt für Meteorologen der Sommer. Trotz Tief "Gerhard" bleibt es mit Temperaturen zwischen 24 und 33 Grad sommerlich warm, nur an den Küsten ist es mit 20 bis 24 Grad etwas frischer.

Am Mittwoch ist südlich der Donau mit schauerartigem Regen zu rechnen, der mitunter auch zu einem Unwetter mit Blitz und Donner anwächst. Im übrigen Deutschland bleibt es nach DWD-Angaben überwiegend trocken, die Höchsttemperaturen gehen auf 27 Grad zurück.

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Ein neues Hoch rückt bereits in der zweiten Wochenhälfte nach. Nach den bisherigen Prognosen der Meteorologen ist damit aber erst mal kein stabiles Sommerwetter zu erwarten. Am Pfingstwochenende müsse mit kühlerem Wetter samt Regen und Gewittern gerechnet werden.

Am Wochenende hatten viele Menschen das hochsommerliche Wetter an Stränden, Seen und in Freibädern genossen. Dabei kam es auch zu schweren Unfällen. In Baden-Württemberg ertranken zwei Männer. Ein 27 Jahre alter Student starb nach Polizeiangaben am Sonntag in einem Mannheimer Badesee, nach dem er von einem Steg gesprungen war. Bereits am Samstag war im Breitenauer See nahe Heilbronn ein 36-Jähriger ums Leben gekommen. In Thüringen starb ein 52 Jahre alter Mann in einem Badesee nahe Krölpa.

apr/dpa
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