Temperaturen bis 40 Grad Heiß, heißer, Deutschland

"Die Hitze kommt, um zu bleiben": Bis Mittwoch soll es jeden Tag wärmer werden. Laut Deutschem Wetterdienst könnte der Temperaturschub sogar bis zum nächsten Wochenende anhalten.

Christoph Soeder/ DPA

Im Westen Deutschlands sind die ersten Hitzewarnungen ausgesprochen worden, die Temperaturen sind rekordverdächtig: Die Hitzewelle beginnt - und sie wird wohl die gesamte Woche andauern. Das teilte der Deutsche Wetterdienst DWD mit.

Ab Montag steigen die Temperaturen in Teilen Deutschlands bis an die 40-Grad-Marke. Bis Mittwoch soll es laut dem Deutschen Wetterdienst mit jedem Tag heißer werden.

"Die Hitze kommt, um zu bleiben", teilte der DWD mit. "Nach derzeitigem Stand bleiben vor allem in der Mitte und im Süden die heißen Temperaturen zwischen 30 und 38 Grad bis über das Wochenende hinweg erhalten", sagte Meteorologe Lars Kirchhübel.

Für die Hitze ist das Hoch "Ulla" im Zusammenspiel mit einem ausgeprägten Höhenhoch über Mitteleuropa verantwortlich. Diese Wetterlage lasse eine Wolkenbildung in weiten Teilen Deutschlands bis zur Wochenmitte kaum zu.

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Wetter: Hoch "Ulla" bringt Hitze

Unwetter und Überschwemmungen

Dagegen hatten am Wochenende Unwetter mit Starkregen in Teilen Bayerns Keller volllaufen und Straßen überfluten lassen. Im Bereich des Polizeipräsidiums Schwaben Nord seien Helfer bis Samstagnacht zu 195 Einsätzen ausgerückt, sagte ein Polizeisprecher.

Im Landkreis München half die Feuerwehr bei 50 Einsätzen, Keller auszupumpen und Straßen vom Wasser zu befreien. Am Flughafen München ruhte der Flugbetrieb am Samstagabend für mehr als eine Stunde. 23 Flüge seien ausgefallen, sagte eine Sprecherin des Airports. Ein Musikfestival in München wurde wegen des Unwetters vorzeitig beendet.

Auch der Westen der Schweiz und Teile Italiens wurden von Unwettern heimgesucht, Dutzende Menschen wurden bei Hagel verletzt. In Turin gingen am Freitagabend Hagel und Starkregen nieder. Medienberichten zufolge starb ein 65-Jähriger in der Umgebung der Stadt.

Am Samstag traf es Mailand, Modena und Bologna: Straßen standen nach starken Gewittern unter Wasser, Autos steckten in Unterführungen fest. Straßen in der Region seien wegen Erdrutschen geschlossen worden, teilte die Feuerwehr mit.

In Modena wurden 30 Menschen leicht verletzt, berichtete die Nachrichtenagentur Ansa unter Berufung auf das Krankenhaus. In Bologna habe der Zivilschutz 20 Verletzte gezählt.

cop/dpa

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