Neue Hitzewelle Hoch "Finchen" bringt den Sommer zurück

Schluss mit Regen und Sturm: In den nächsten Tagen kehrt der Sommer zurück. Heiße Saharaluft sorgt für eine neue Hitzewelle in Deutschland - und Temperaturen von mehr als 30 Grad.

Lübeck-Travemünde vor einer Woche: Sommerliches Strandwetter
DPA

Lübeck-Travemünde vor einer Woche: Sommerliches Strandwetter


Das derzeitige Wetter in Deutschland erinnert eher an Herbst als an Sommer. Insbesondere im Norden und Westen gab es in den vergangenen Tagen nur wenig Sonne, dafür viel Regen und stürmischen Wind. Der Juli endet trüb, doch die Aussichten sind umso erfreulicher: Der August bringt den Sommer zurück - die nächste Hitzewelle steht bevor.

Hoch "Finchen" werde ab Freitag die Temperaturen steigen lassen, sagte Meteorologe Christian Herold vom Deutschen Wetterdienst (DWD). "Jeden Tag wird es ein wenig wärmer." Dazu gibt es viel Sonnenschein, nur ganz im Süden halten sich Schauer und Gewitter am Wochenende.

Wie schon Anfang Juli gelangt in den nächsten Tagen heiße Luft aus der Sahara über Spanien nach Deutschland. Im Südwesten und im Rhein-Main-Gebiet könne schon am Sonntag die 30-Grad-Marke geknackt werden, sagte Herold. Am Montag und Dienstag wird es auch in anderen Regionen heiß. Nur im äußersten Nordosten und an den Küsten bleibt es kühler.

Gegen Mitte der Woche können im Süden und Osten teils heftige Unwetter auftreten, während es im Westen freundlich bleibt. Am Donnerstag strengt sich "Finchen" noch einmal ganz besonders an, auf bis zu 38 Grad können die Temperaturen steigen. "Die Wärmebelastung ist sehr hoch", schreibt das private Onlineportal wetter.net.

Wie lange hält diese Sommerphase an? Das können Meteorologen noch nicht sagen, da sich nur schwer Prognosen treffen lassen, die über eine Woche hinaus gehen. Vieles deute aber darauf hin, dass sich ein Atlantiktief nähere, sagen die Experten vom Deutschen Wetterdienst. Für den Westen würde das im weiteren Verlauf heftige Gewitter bedeuten, für den Norden kühle Luft. Der Süden könnte mal wieder mehr Glück haben: Dort seien die Chancen auf länger anhaltendes stabileres Wetter etwas besser.

Die Hitzewelle, die Anfang Juli nach Deutschland kam, wird von der anstehenden wohl nicht getoppt werden können. Damals war im bayerischen Kitzingen ein deutscher Hitzerekord mit 40,3 Grad aufgestellt worden.

kis/dpa

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