18,5 Grad in Werl Wetterdienst registriert wärmste Nacht für Ende Oktober

Bis zur Tropennacht fehlten nur 1,5 Grad: Der Wetterdienst hat in Werl die wärmste Nacht verzeichnet, die er je Ende Oktober in Deutschland aufgezeichnet hat. Auch die kommenden Tage bleibt es warm – vor allem im Süden.
Sonne vor der Lambertikirche im niedersächsischen Oldenburg: Erst im Lauf der kommenden Woche etwas kühler

Sonne vor der Lambertikirche im niedersächsischen Oldenburg: Erst im Lauf der kommenden Woche etwas kühler

Foto: Hauke-Christian Dittrich / dpa

Der bisherige Rekord war mehr als ein halbes Jahrhundert alt: Die Nacht zum Freitag war die wärmste, die jemals in Deutschland Ende Oktober aufgezeichnet wurde. Das teilte der Deutsche Wetterdienst (DWD) mit.

Spitzenreiter war die Stadt Werl in Nordrhein-Westfalen. Dort sank die Temperatur den Angaben zufolge nicht unter 18,5 Grad. »Das sind nur 1,5 Grad unter einer Tropennacht«, sagte Andreas Friedrich vom Wetterdienst in Offenbach.

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Der bisherige Rekord in der dritten Oktoberdekade wurde am 24. Oktober 1966 in Lahr in Baden-Württemberg mit 16,7 Grad aufgestellt. »Das zeigt, dass wir gerade einen extrem milden Oktober erleben«, sagte Friedrich. Sobald die Temperaturen zwischen 18 und 6 Uhr nicht unter 20 Grad sinken, sprechen Meteorologen von einer Tropennacht.

Ab Sonntag auch im Norden wärmer

In den kommenden Tagen soll es weiterhin mild bleiben. Vor allem im Süden Deutschlands können sich Sonnenhungrige und Ausflügler auf ein sommerliches Wochenende einstellen. Dort wird es am Samstag laut Wetterdienst mit 20 bis 25 Grad auch am wärmsten.

»In Baden-Württemberg und am Alpenrand sind lokal bis zu 27 Grad möglich. Dabei herrscht perfektes Ausflugswetter«, sagte ein DWD-Meteorologe in Offenbach. Lediglich im Norden bleibt es mit 15 bis 20 Grad etwas kühler. Vom Emsland bis zur Oder kann es gebietsweise sogar etwas Regen geben.

Am Sonntag ändert sich dann die Lage etwas: »Dann kommt auch die Nordhälfte wieder in den Genuss von mehr Sonnenschein«, sagte der Meteorologe. Dabei werden landesweit Spitzenwerte von 20 bis 26 Grad erreicht.

Auch am Montag scheint zumeist die Sonne und es bleibt trocken und mild. Lediglich im Westen und Norden verhindern einzelne Wolkenfelder zeitweise den Blick auf den ansonsten blauen Himmel.

Zwar wird es im Laufe der kommenden Woche etwas kühler – doch es bleibt weiterhin deutlich zu mild für die Jahreszeit. »Schnee bis in tiefere Lagen oder verbreitet Nachtfrost sind noch nicht in Sicht«, sagte der Meteorologe. Aus Angst vor hohen Energiekosten hoffen derzeit viele auf ein Ausbleiben der Kältewellen.

apr/dpa
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