Wetter-Nebenwirkungen Missglückter Grillversuch verursacht 30.000 Euro Schaden

Gut gegrillt wurde am Samstagabend bei einem gemütlichen Balkon-Barbecue in Kaiserslautern nur das Auto des Grillmeisters: Der hatte versucht, die Kohle mit Benzin zum Brennen zu bringen - und ungünstig geparkt.

Kaiserslautern - "Grillen Sie nur unter freiem Himmel (nicht auf Balkonen etc.) und mit ausreichendem Abstand (mindestens fünf Meter) zu brennbaren Materialien! Schütten Sie niemals Benzin, Spiritus oder andere brennbare Flüssigkeiten auf die Grillkohle!", rät die Feuerwehr von Hannover in ihrem kurzen Online-Ratgeber "Sicherheit beim Grillen - Hinweise für einen unfallfreien Grillspaß" .

Was diese elementaren Tipps angeht, haben zwei Männer in Kaiserslautern am Samstagabend so ziemlich alles falsch gemacht, was man falsch machen kann. Sie hatten ihr Barbecue auf den Balkon verlegt und, als ein Flüssiggrillanzünder die Kohle nicht zum Brennen bringen wollte, mit Benzin nachgeholfen.

Dabei gab es jedoch eine Stichflamme, und dem 37 Jahre alten Bewohner der Wohnung fiel der Becher aus der Hand. Vor Schreck ließ sein 28-jähriger Bekannter den Kanister, in dem sich mehrere Liter Benzin befanden, zu Boden fallen. Das brennende Benzin lief über den Balkon auf das im Hof darunter parkende Fahrzeug des 37-Jährigen, das lichterloh zu brennen anfing.

Das Auto seiner Frau und ein weiterer Pkw, die neben dem brennenden Fahrzeug standen, wurden ebenfalls beschädigt. Insgesamt entstand Sachschaden von etwa 30.000 Euro. Ob die Beteiligten in ihrem Leben nochmals grillen wollen, ist nicht bekannt, wie es in der Polizeimeldung hieß.

pat/AP

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