Container und Zelte Hamburg bringt Flüchtlinge auf Parkplatz unter

Hamburgs Notunterkünfte für Flüchtlinge sind restlos gefüllt, nun reagiert die Stadt. Rund 200 Flüchtlinge sollen vorübergehend in Containern auf einem Parkplatz untergebracht werden.

Schilder in Hamburg: Auf dem Parkplatz sollen bald Flüchtlinge wohnen
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Schilder in Hamburg: Auf dem Parkplatz sollen bald Flüchtlinge wohnen


Hamburg - Wegen des starken Anstiegs der Flüchtlingszahlen lässt Hamburg Notunterkünfte auf öffentlichen Parkplätzen errichten. Voraussichtlich kommende Woche würden auf einer Park-and-Ride-Anlage im Bezirk Eimsbüttel rund 60 Container aufgestellt, um dort von September an rund 200 Flüchtlinge vorübergehend unterbringen zu können. Das teilte das Bezirksamt Eimsbüttel mit.

Die Unterkünfte in Hamburg sind nach Angaben der Sozialbehörde restlos belegt. Derzeit übernachteten in den 60 Einrichtungen rund 9200 Menschen. Allein in diesem Jahr seien 2750 Frauen und Männer neu aufgenommen worden, darunter 1750 Zuwanderer und rund tausend Wohnungslose. Ein Ende des Zustroms an Flüchtlingen sei dabei nicht abzusehen. In Hamburg-Altona würden derzeit weitere Zelte bei einer Containerwohnanlage aufgestellt.

Hätten vor fünf Jahren gut 700 Menschen in Hamburg um Asyl gebeten, seien es im vergangenen Jahr schon fast 2200 gewesen, teilte die Innenbehörde mit. Im ersten Halbjahr dieses Jahres lag die Zahl bereits bei fast 1450. Bundesweit ist die Zahl der Asylbewerber so hoch wie zuletzt 1999. Nach dem sogenannten Königsteiner Schlüssel muss Hamburg 2,55 Prozent der nach Deutschland eingereisten Flüchtlinge unterbringen.

Baden-Württemberg hat unterdessen zugesagt, weitere 500 Flüchtlinge des syrischen Bürgerkriegs aufzunehmen - zusätzlich zu den 650 Syrern, deren Unterbringung die Landesregierung bereits zugesichert hat. Dabei handele es sich vor allem um Angehörige der bereits aufgenommenen Flüchtlinge, teilte das Innenministerium in Stuttgart mit.

ulz/dpa



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