Zauberwürfel US-Student stellt neuen Weltrekord auf

Rubiks Würfel, auch Zauberwürfel genannt, gilt als eines der schwersten Geduldsspiele. Millionen sind an ihm verzweifelt. Um so erstaunlicher ist die Leistung eines US-Studenten: Er drehte die Farben in 11,13 Sekunden in die richtige Position.

San Francisco/Hamburg - Leyan Lo, der am California Institute of Technology studiert, schlug laut der Nachrichtenagentur AP mit seiner Leistung alle Konkurrenten bei einem Wettbewerb in San Francisco. Der 20-Jährige benötigte dafür nur sechs von acht Versuchen. "Es ist wirklich aufregend, dass ich das geschafft habe - weil ich ja noch zwei weitere Versuche hatte", freute er sich hinterher. Mit seiner Zeit unterbot er den bisherigen Weltrekord von 11.75 Sekunden, den der Franzose Jean Pons im vergangenen Jahr bei einem Wettbewerb in Holland aufgestellt hatte.

Der Zauberwürfel wurde von dem Ungarn Ernö Rubik erfunden und im Jahr 1975 patentiert. In den achtziger Jahren erfreute er sich auch in Deutschland großer Beliebtheit und fand sich unter vielen Tannenbäumen als Weihnachtsgeschenk.

Laut Internet-Enzyklopädie "Wikipedia" ist der Würfel in Höhe, Breite und Tiefe in drei Ebenen unterteilt, die sich beliebig in 90-Grad-Schritten um ihre Achse drehen lassen. Dadurch können Position und Lage der verschiedenen Steine fast beliebig geändert werden. Auf den nach außen sichtbaren Flächen sind Farbflächen angebracht. In der Grundstellung sind die Steine so geordnet, dass alle Seiten des Würfels eine einheitliche, aber von Seite zu Seite unterschiedliche Farbe besitzen.

Das Ziel ist es, den völlig verdrehten und damit kunterbunten Würfel wieder in seinen Grundzustand zu bringen. Für viele Laien ist dies eine fast unlösbare Aufgabe, doch kursieren unter versierten Spielern diverse Lösungsstrategien, die das Problem deutlich vereinfachen.

In der Nacht auf Dienstag hat SPIEGEL ONLINE eine Passage im Artikel über den Rubik-Weltrekord veröffentlicht, deren Quelle "Wikipedia" nicht angegeben war. Aus Kreisen "Wikipedias" wurde die Redaktion per E-Mail auf das Versäumnis hingewiesen. Wir überprüften den Vorfall: "Wikipedia" hatte Recht. Daraufhin haben wir den Quellenhinweis am folgenden Morgen nachträglich eingefügt. Wir bitten, den Fehler zu entschuldigen.