Zechprellerei Basketball-Legende Rodman in Deutschland festgenommen

Der frühere Basketball-Superstar Dennis Rodman hat nach einem Schaukampf in Deutschland die Zeche geprellt. In einem Trierer Hotel hinterließ er eine offene Rechnung über mehrere tausend Euro. Die Polizei stoppte den US-Amerikaner auf dem Weg zum Flughafen.

AFP

Trier - Er hat in seiner Karriere zig Millionen Dollar verdient. Doch für die Begleichung seiner Rechnung in einem Trierer Hotel war sich Dennis Rodman offenbar zu schade: 3391,77 Euro waren noch offen, als sich der 48-Jährige auf den Weg zum Frankfurter Flughafen machte. Das Hotel erstattete sofort Strafanzeige.

In Montabaur stoppte eine Streife der Autobahnpolizei den ehemaligen Superstar des US-Sports und nahm ihn vorläufig fest. Nachdem der Basketballer seine Schulden plus eine "Sicherheitsleistung" in vierstelliger Höhe bezahlt hatte, durfte er seine Fahrt fortsetzen.

"Inzwischen ist Herr Rodman wieder auf freiem Fuß und ist meines Wissens auf dem Weg zurück in die USA", sagte der Leitende Oberstaatsanwalt Jürgen Brauer. Die Staatsanwaltschaft will nun beim Amtsgericht beantragen, das Verfahren gegen die Zahlung einer Geldbuße einzustellen. "Er hat den Schaden ja wieder gut gemacht", sagte der Oberstaatsanwalt.

Rodman war aufgrund eines Spiels mit den "USA Legends of Basketball" in Trier. Er ist einer der erfolgreichsten Basketballer in der Geschichte der nordamerikanischen Profiliga NBA. Er gewann in den achtziger und neunziger Jahren mit den Detroit Pistons und den Chicago Bulls fünfmal die Meisterschaft.

Rodman galt jedoch schon während seiner Laufbahn als Enfant Terrible. Mit seinen gefärbten Haaren und zahlreichen Eskapaden sorgte er häufig für Aufsehen. Im Jahr 2000 beendete er seine Karriere in der NBA. Erst im Juni des vergangenen Jahres war er wegen häuslicher Gewalt zu einer dreijährigen Bewährungsstrafe verurteilt worden.

hut/dpa/sid



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