Schmuggel am Frankfurter Flughafen Leguane im Reisegepäck

Der Zoll am Frankfurter Flughafen hat 2014 wieder allerhand verbotener Gegenstände sichergestellt - und diese nun vorgestellt. Vor allem der Schmuggel mit Tieren wird zum Problem.

DPA

Frankfurt/Main - Zersägte Elefantenstoßzähne, Goldschmuck in Windeln, Drogen in Notebooks, Jaguarzähne in Putzschwämmen: Der Zoll am Frankfurter Flughafen hat die spektakulärsten Funde aus dem Jahr 2014 präsentiert. Darunter waren aber nicht nur Waren - sondern auch Lebewesen.

Am größten deutschen Flughafen stellte der Zoll im vergangenen Jahr 14.835 Tiere sicher, deren Einfuhr gegen das Washingtoner Artenschutzabkommen verstößt. "Anscheinend finden es Reisende schick, sich aus dem Urlaub ein lebendes Souvenir mitzubringen", sagte der Leiter des Hauptzollamts Frankfurt, Albrecht Vieth. Am häufigsten fanden sich Schildkröten, Leguane, Warane, Spinnen und Frösche im Gepäck.

2014 beschlagnahmte das Hauptzollamt in Frankfurt knapp 330.000 Waren, etwa gleich viele wie im Vorjahr. Zu den beliebtesten Souvenirs, die nicht angemeldet werden, gehören weiterhin Schmuck, Elektronik, Alkohol und Zigaretten. Häufig werden jedoch auch gefälschte Tabletten, wie Potenzmittel, oder falsche Markenuhren, Parfums und Speicherkarten geschmuggelt.

Vier- bis fünfmal täglich stellen die Kontrolleure am Frankfurter Flughafen Drogen sicher. 2014 gab es 1650 Aufgriffe, zehn Prozent mehr als im Jahr zuvor. 75 Drogenkuriere wurden vorläufig festgenommen. Am häufigsten hatten sie Kokain bei sich.

kis/dpa



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