Verheerungen durch Zyklon "Idai" Simbabwes Präsident ruft Staatstrauer aus

Simbabwes Bürger gedenken der Opfer des Zyklons "Idai". Präsident Mnangagwa hat Samstag und Sonntag zu Trauertagen erklärt. Hunderttausende Betroffene brauchen noch dringend Hilfe.

Einsatzkräfte in Simbabwe heben eine Leiche in einen Militärhubschrauber
DPA

Einsatzkräfte in Simbabwe heben eine Leiche in einen Militärhubschrauber


Nach dem verheerenden tropischen Wirbelsturm "Idai" hat in Simbabwe Präsident Emmerson Mnangagwa zwei Trauertage ausgerufen. Man erwarte von allen Bürgern, dass sie der Toten gedenken, teilte Mnangagwa im Fernsehen mit. Die Trauertage seien für Samstag und Sonntag vorgesehen.

Bislang wurden mehr als 145 Leichen in dem schwer betroffenen Bezirk Chimanimani in Simbabwe nahe der Grenze zu Mosambik geborgen, sagte ein Sprecher der Streitkräfte. Die Opferzahl werde aber höchstwahrscheinlich mehrere Hundert betragen, sagte Mnangagwa.

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Überschwemmungen in Mosambik: "Ozean im Landesinneren"

Zyklon "Idai" war vor einer Woche vom Indischen Ozean in der Nähe der Hafenstadt Beira in Mosambik auf Land getroffen. Der Wirbelsturm verwüstete große Teile mehrerer Länder. Riesige Gebiete sind überschwemmt.

In Mosambik stieg die Zahl der bestätigten Todesfälle auf 242. Zudem sitzen noch weitere 15.000 Menschen fest, die dringend gerettet werden müssen, wie Umweltminister Celso Correia sagte. Die Behörden stehen demnach in Kontakt mit den Menschen in den betroffenen Regionen und versorgen sie mit Lebensmitteln und Medizin. (Mehr über die Situation vor Ort lesen Sie hier.)

In Mosambik, Simbabwe und Malawi sind Helfern zufolge Millionen Menschen auf Hilfe angewiesen:

  • Allein in Mosambik sind dem Uno-Welternährungsprogramm WFP zufolge 600.000 Menschen von den Überschwemmungen betroffen. Insgesamt brauchen rund 1,7 Millionen Menschen in dem Staat Hilfe.
  • In Simbabwe sind nach WFP-Angaben 200.000 Menschen von den Überschwemmungen betroffen, insgesamt benötigen mehr als 900.000 Personen Hilfe.

Die Weltgesundheitsorganisation kündigte zudem einen Notfallplan zur Bekämpfung von Malaria, Cholera und Typhus an. Wegen der Flucht zahlreicher Menschen aus den Katastrophengebieten sei das Risiko für diese Krankheiten deutlich gestiegen.

ulz/dpa/AFP



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