Gesundheit Rachegefühle machen krank

"Schlechte Gefühle" wie Hass und Ärger wirken sich schlecht auf das physische und psychische Befinden der Menschen aus, haben Mediziner herausgefunden. Die Lösung: Fit und gesund bleibt, wer emotionale Konflikte löst.

Hamburg - Nach einem Bericht der Zeitschrift "Vital" erkranken Menschen, die nicht verzeihen können, schneller an Herz-Kreislauf-Beschwerden, Depressionen, Asthma, Allergien, Schlafstörungen und Darmleiden. "Bei Herzpatienten wird der Ärger oft zu einem besonderen Problem", sagt der Internist und Psychotherapeut Christoph Herrmann von der Universität Göttingen. Im Extremfall droht ein Infarkt.

Wut solle man zunächst als vorhanden annehmen und dann verarbeiten. "Es geht nicht darum, einen Rachefeldzug bis ans Ende des Lebens zu führen", sagt Herrmann. Eher solle man versuchen, seinen inneren Frieden zu finden.

"Auf dem Weg zum Ziel braucht es eine Auseinandersetzung mit der Ursache", rät der Mediziner. Dabei könne man entweder den Konflikt lösen oder - falls das nicht gelinge - ihm weniger Macht im Leben einräumen. Letztlich sei das kein Eingeständnis von Schwäche sondern das Wiedererlangen von Handlungsfähigkeit.

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