Getötetes Kind Prozess gegen Kampfhundbesitzer in Hamburg

Vor dem Hamburger Landgericht hat der Prozess gegen den Besitzer eines Kampfhundes begonnen. Das Tier hatte den sechsjährigen Volkan im Sommer auf einem Schulgelände in Wilhelmsburg zerfleischt.


Tote Pitbulls: Nach dem Angriff von Wilhelmsburg erschoss die Polizei die beiden Kampfhunde, die den kleinen Volkan zu Tode gebissen hatten
DPA

Tote Pitbulls: Nach dem Angriff von Wilhelmsburg erschoss die Polizei die beiden Kampfhunde, die den kleinen Volkan zu Tode gebissen hatten

Hamburg - Der 24-jährige Besitzer des American Staffordshire Terrier "Zeus" muss sich wegen Körperverletzung mit Todesfolge verantworten. Das Tier hatte zusammen mit einem anderen Kampfhund den kleinen Jungen auf einem Schulgelände in Hamburg-Wilhelmsburg angefallen und getötet.

Der Angeklagte hatte seinen eigenen Hund und den seiner Freundin ohne Leine und Maulkorb laufen lassen, obwohl beide Tiere bereits vor dem tödlichen Angriff auf das Kind durch Beiß-Attacken aufgefallen waren. Die Anklage wirft ihm vor, damit habe er billigend in Kauf genommen, dass die Hunde das spielende Kind anfallen und töten.

Die 19-jährige Freundin des Mannes steht wegen fahrlässiger Tötung vor Gericht. Sie habe ihm ihren Kampfhund überlassen, obwohl sie wusste, dass ihr Freund nur einen Hund führen durfte.

Der Vorfall hatte bundesweit Entsetzen ausgelöst. In der Folge hatten viele Bundesländer scharfe Hundeverordnungen erlassen.



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