Gewaltiger Bergsturz Granitmassen donnern in Schweizer Tal

In der Schweiz sind bei einem Bergsturz bis zu vier Millionen Kubikmeter Gestein zu Tal gerauscht. Die Granitmassen lösten sich in der Region Bergell an der Grenze zu Italien und stürzten mehr als 1500 Meter in die Tiefe.


Chur - Das genaue Ausmaß ist noch nicht zu überblicken: Bei einem Bergsturz in der Schweiz sind bis zu vier Millionen Kubikmeter Gestein in ein Tal gestürzt. Das entspricht dem Volumen von rund 4000 Einfamilienhäusern.

Der Bergsturz habe sich am vergangenen Dienstag ereignet, berichtete die Schweizer Tageszeitung "Blick", sei wegen der schwer zugänglichen Gegend aber erst einige Tage später publik geworden. Nun türmten sich die Schuttmassen bis zu 30 Meter hoch.

Die Granitmassen lösten sich knapp unterhalb des Gipfels des 3370 Meter hohen Piz Cengalo in der Region Bergell an der Grenze zu Italien, wie Christian Wilhelm vom Amt für Wald und Naturgefahren in Chur am Dienstag sagte. Die Felsblöcke donnerten mehr als 1500 Höhenmeter ins unbewohnte Val Bondasca hinab.

"Das ist eine außerordentlich große Masse", sagte Curdin Mengelt von der Regionalstelle Südbünden des Amtes. Das genaue Ausmaß muss den Angaben zufolge erst bei weiteren Erkundungsflügen festgestellt werden.

"Ein Bergsturz ist wie eine gewaltige Staublawine", beschrieb Wilhelm den Abbruch. Bewohner des nahe gelegenen Dorfes Soglio hätten das Donnern gehört und den Vorfall gemeldet. Der Bergsturz sei ein gewöhnlicher geologischer Vorgang und habe sich bereits durch einen kleineren Felssturz im Sommer und durch Risse angekündigt, so Wilhelm.

wit/dpa

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