Giftschlamm-Unfall Ungarn bittet EU um Hilfe

Ungarn setzt bei den Aufräumarbeiten nach dem Giftschlamm-Unfall auf die Unterstützung der EU. Dazu löste das Land einen Zivilschutz-Mechanismus aus. Experten sollen vor Ort bei der Reinigung helfen und die Fonds der Europäischen Union angezapft werden.
Aufräumarbeiten in Ungarn: "Wir haben Anspruch auf die EU-Fonds"

Aufräumarbeiten in Ungarn: "Wir haben Anspruch auf die EU-Fonds"

Foto: Lajos Nagy/ dpa

Ungarn

Giftschlamm-Katastrophe

Brüssel - hat nach der die EU-Partner um Hilfe gebeten. Wie ein Kommissionssprecher am Donnerstagabend in Brüssel mitteilte, seien an Ort und Stelle sofort bis zu fünf Experten mit Erfahrung bei solchen Unfällen nötig. Budapest habe dazu den EU-Zivilschutz-Mechanismus ausgelöst.

Die Kommission bat die Teilnehmerländer, Ungarn zu unterstützen. Umweltkatastrophen dieser Art machten nicht an Grenzen halt. An dem Zivilschutz-Mechanismus sind neben den 27 EU-Staaten auch Kroatien, Island, Liechtenstein und Norwegen beteiligt.

Die ungarische Regierung hatte den Schritt zuvor angekündigt. "Für derartige Fälle hat die EU Fonds, und wir haben einen Anspruch darauf", sagte der ungarische Ministerpräsident Viktor Orban bei einem Besuch in der von giftigem Schlamm überschwemmten Ortschaft Kolontár.

jok/dpa-AFX
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