Massenevakuierung Vier Weltkriegsbomben in Göttingen gesprengt

In Göttingen mussten 8000 Anwohnerinnen und Anwohner ihre Häuser verlassen, weil Weltkriegsbomben gesprengt wurden. Die Fundstelle wurde mit einem Ring aus wassergefüllten Containern gesichert. Schäden gab es trotzdem.
Die Fundstellen der Bomben befanden sich in der Nähe der Godehardstraße in Göttingen

Die Fundstellen der Bomben befanden sich in der Nähe der Godehardstraße in Göttingen

Foto: Martin Dziadek / imago images/Die Videomanufaktur

In Göttingen sind in der Nacht von Samstag auf Sonntag vier Bomben aus dem Zweiten Weltkrieg gesprengt worden. Um kurz nach Mitternacht teilte der Kampfmittelbeseitigungsdienst mit, dass die kontrollierte Sprengung erfolgreich verlief. Anschließend prüften Erkundungsteams die Umgebung auf mögliche Schäden, wie die Stadtverwaltung mitteilte. Verletzte habe es nach den ersten Erkenntnissen nicht gegeben.

Aus Sicherheitsgründen hatten mehr als 8000 Menschen ihre Wohnungen verlassen müssen. Um die Fundstelle wurde eine Gefahrenzone mit einem Radius von 1000 Metern eingerichtet. Feuerwehr und Baufirma sicherten die Fundstelle mittels Frachtcontainern, die mit 24.000 Litern Wasser gefüllt waren. Neben mehreren Straßen wurde auch der Göttinger Bahnhof gesperrt.

Schäden an drei Gebäuden

Nach Angaben der »Hessisch Niedersächsischen Allgemeinen« wurde die Sperrung des Evakuierungsbereichs um kurz nach drei Uhr nachts aufgehoben. Die Bewohnerinnen und Bewohner konnten anschließend in ihre Häuser zurückkehren. An drei Häusern seien allerdings stärkere Schäden festgestellt worden. Die Bewohnerinnen und Bewohner dieser Häuser wurden demnach aufgerufen, sich beim für die Sprengung eingerichteten Bürgertelefon zu melden.

Betroffen von der Sprengung war die für den Fernverkehr wichtige Nord-Süd-ICE-Strecke. Dadurch wurde der nationale Bahnverkehr beeinträchtigt, in dem es am Samstag nach dem Schneefall ohnehin noch teilweise zu Verzögerungen kam. Seit Samstagnachmittag musste der Halt Göttingen laut der Deutschen Bahn entfallen.

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Bei den Blindgängern handelte es sich um Zehn-Zentner-Bomben mit Langzeitzündern aus dem Zweiten Weltkrieg. Sie waren bei Sondierungsarbeiten gefunden worden. Nach Angaben der Stadt waren etwa 1800 Helfer in mehreren Schichten an der Evakuierung und Entschärfung beteiligt.

hpp/dpa
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