Gottesdienst Angehörige und Politiker trauern um Concorde-Opfer

Es war ein bewegender Gottesdienst, bei dem 160 Angehörige und hochrangige Politiker im Kölner Dom der Opfer des Concorde-Absturzes gedacht haben.


Trauergäste verlassen den Kölner Dom
AP

Trauergäste verlassen den Kölner Dom

Köln - Sichtlich bewegt nahmen auch Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD), Bundesratspräsident Kurt Biedenkopf (CDU), Bundesinnenminister Otto Schily (SPD) und Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Wolfgang Clement (SPD) an dem ökumenischen Gedenkgottesdienst teil. Auch der Präsident der Air France, Jean-Cyril Spinetta, war zu der Trauerfeier angereist.

Weihbischof Friedhelm Hofmann erinnerte in seiner Predigt auch an die Opfer des Zugunglücke in Brühl und Eschede sowie des Bombenattentats von Düsseldorf. "Die Erfahrung des Todes gehört zu unserem Leben und doch können wir uns nicht damit abfinden, wenn der Tod plötzlich in unser Leben einbricht. Wir fühlen uns überrumpelt, allein gelassen und überfordert." Der Präses der Evangelischen Kirche im Rheinland, Manfred Kock, appellierte an die Verantwortlichen, alles für die Sicherheit des Flugverkehrs zu tun. "Und die für die Finanzen Verantwortlichen mögen bitte gemäß den Versprechungen zügig und großzügig arbeiten an der Lösung der materiellen Seite des Unglücks."

Neben der Air-France-Mitarbeiterin Anni Cazette, die die Lesung hielt, kam auch der evangelische Notfall-Seelsorger zu Wort, der die Angehörigen betreut hatte. In den Fürbitten bat er um Kraft für die Angehörigen, dass sie nach der Trauer die Kraft fänden, mit ihrem Schmerz fertig zu werden.

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