Grausame Videos Chinesinnen quälen Tiere zu Tode

Abscheuliche Misshandlungen von Tieren sorgen in China für Empörung. In Internetvideos sind Frauen zu sehen, die Kaninchen, Hunde und Katzen töten. Anscheinend wurden die Frauen dafür bezahlt.


Peking - Im Internet kursieren Aufnahmen von brutaler Tierquälerei. In den Videos sind mehrere junge Chinesinnen zu sehen, die sich offensichtlich einen Spaß daraus machen, Kaninchen, Hunde und Katzen grausam zu töten.

Die Empörung im Netz ist groß. Vor allem ein Video hat für Aufsehen gesorgt: Eine junge Frau spielt und schmust mit einem Kaninchen, dann platziert sie es auf einem Tisch und setzt sich immer wieder auf das hilflose Tier. Zwei weitere Frauen schauen dabei von einem Sofa aus zu. Doch damit nicht genug. Unter dem Gelächter der beiden anderen legt die Frau anschließend eine Glasplatte auf das kleine Tier und setzt sich erneut. Lachend balanciert sie hin und her, schaut immer wieder in die Kamera.

Nach etwa einer Minute steht die Frau wieder auf und hebt die durchsichtige Scheibe an - daran haftet das leblose Kaninchen, Blut läuft aus seiner Schnauze.

In weiteren Aufnahmen sind ähnliche Gräueltaten zu sehen: Eine Frau tritt ein Tier mit ihren hochhackigen Pumps zu Tode, Kaninchen werden die Ohren abgeschnitten und kleine Katzen schwer misshandelt.

Die Tierquälervideos verfolgen offenbar kommerzielle Zwecke, in einigen Foren werden sie in Zusammenhang mit einer Art "Quetsch-Fetisch" gebracht. Eine Frau namens Huang Xiaoxiao sagte dem Sender China Radio International, sie sei dafür bezahlt worden, in Clips mitzuspielen, in denen alles Mögliche zerquetscht und zertreten werde. Die Bezahlung reiche dabei von 100 Yuan (gut elf Euro) für das Zerdrücken einer Frucht über 300 Yuan für kleinere Tiere und 400 Yuan für Kaninchen.

In Internetforen riefen Nutzer inzwischen dazu auf, die Frauen in den Videos ausfindig zu machen und zu bestrafen.

bac/AFP



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