Grausamer Streich Haftstrafe wegen falscher Tsunami-Todesmeldungen

Ein Brite, der kurz nach der Flutkatastrophe in Asien gefälschte E-Mails an die Angehörigen vermisster Touristen geschickt hatte, ist in London zu einem halben Jahr Gefängnis verurteilt worden. In den E-Mails waren die Empfänger über den vermeintlichen Tod eines Familienmitglieds informiert worden.


London - Der Verurteilte, ein 40 Jahre alte Vater dreier Kinder, hatte jeweils vorgegeben, das elektronische Schreiben käme vom britischen Außenministerium. Die E-Mail-Adressen hatte er auf der Website eines Fernsehsenders gefunden.

Der Mann zeigte vor Gericht Reue. Er weinte und bekannte sich schuldig. "Ich schäme mich für das, was ich getan habe", sagte er. Die Richterin bezeichnete das Leid, das er den Angehörigen mit den 35 E-Mails zugefügt hatte, als "unbeschreiblich".



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