Grausiger Fund Polizei birgt Kopf aus dem Main

Das Rätselraten um eine zerstückelte Leiche aus dem Main geht weiter. Nahe dem Frankfurter Westhafen barg die Polizei den Kopf eines Mannes aus dem Wasser. Die Ermittler vermuten, dass das Haupt zu jenen Leichenteilen gehört, die in den vergangenen zwei Wochen aus dem Fluss gezogen wurden.


Frankfurt am Main - Die Hintergründe des furchtbaren Verbrechens sind noch immer unklar. Gefunden wurde der Kopf am Vormittag von einem Mitarbeiter des Gasversorgers Mainova, der am Westhafen ein Heizkraftwerk betreibt. In der Nähe des Kraftwerks sah der Mitarbeiter einen verdächtigen Gegenstand im Wasser treiben. Die alarmierte Wasserschutzpolizei holte kurz darauf den in eine Plastikfolie eingewickelten Kopf aus dem Fluss.

Der Schädel wurde zur Untersuchung in die Gerichtsmedizin gebracht. Dort sollten zunächst Röntgenaufnahmen gemacht und eine DNA-Probe genommen werden. Die Spezialisten wollten anschließend die Plastikfolie entfernen - mit größter Vorsicht, um jede noch so kleine Spur zu sichern. Laut Polizei ähnelt die Folie jenen Müllsäcken, in die der Ober- und Unterkörper des unbekannten Toten eingewickelt war.

Die beiden Körperhälften des mit einer Säge durchtrennten Mannes waren vor zwei Wochen an den Main-Schleusen Frankfurt-Griesheim und Offenbach entdeckt worden. Kopf und Arme fehlten. Am vergangenen Wochenende wurde ebenfalls in der Nähe des Westhafens ein linker Arm aus dem Wasser geborgen, der vermutlich auch zu dem unbekannten Toten gehört.

In dem Hafengebiet setzte die Polizei unterdessen ihre Suche nach weiteren Leichenteilen fort. Gefunden wurde dabei aber bis zum späten Nachmittag nichts. Auch die Analyse der DNA-Probe war noch nicht abgeschlossen. Aufschluss über die Identität des Toten erhofft sich die Polizei auch von der Untersuchung des Gebisses des Toten.

Guido Heisner, ddp



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