Corona-Exit Griechen dürfen wieder an die Strände

In Griechenland sind unter strengen Auflagen alle Badestrände des Landes wieder eröffnet worden. Der Andrang war groß. Nicht alle bekamen einen Platz.
Gut besuchter Potamos-Strand auf der griechischen Halbinsel Chalkidiki

Gut besuchter Potamos-Strand auf der griechischen Halbinsel Chalkidiki

Foto:

Vassilis Ververidis/ imago images/ANE Edition

In Griechenland sind bei Temperaturen bis zu 40 Grad Celsius am Wochenende alle 515 organisierten Badeanstalten des Landes unter strengen Auflagen wieder geöffnet worden. Dazu zählen vor allem bewachte Badestrände am Meer. Bislang war das Baden im Meer in Griechenland wegen der Corona-Epidemie nur an nicht organisierten Küstenabschnitten erlaubt.

Die Öffnung verlief nach übereinstimmenden Berichten griechischer Medien ohne Probleme. Es gelten allerdings strenge Auflagen:

  • Erlaubt sind nur 40 Menschen pro 1000 Quadratmeter.

  • Der Abstand zwischen den Sonnenschirmen muss mindestens vier Meter betragen. Und unter ihnen dürfen höchstens zwei Liegen stehen.

  • Die Strandbars dürfen nur verpacktes Essen verkaufen und keinen Alkohol ausschenken. Bei Verstoß drohen den Betreibern der Badeanstalten die Schließung ihres Unternehmens für 30 Tage und Geldstrafen bis zu 20.000 Euro, wie die Regierung mitteilte.

Der Andrang war Medienberichten zufolge groß: Vor einzelnen Stränden sollen sich in den Morgenstunden lange Warteschlangen gebildet haben. Wegen der Platzbeschränkungen bekamen nicht alle Wartenden einen Platz an den Stränden.

Fotostrecke

Comeback des Strandlebens

Foto: Antonis Nikolopoulos/ imago images/ANE Edition

Trotz aller Widrigkeiten und entgegen der Erwartungen der meisten Experten ist Griechenland bislang überraschend glimpflich durch die Corona-Pandemie gekommen. Weil die Griechen die Anordnungen zur sozialen Distanz weitgehend eingehalten haben, sind die Fallzahlen im europäischen Vergleich eher niedrig. Dafür erntete Griechenland Lob von internationalen Organisationen, ausländischen Regierungen und internationalen Medien.

Dafür dürfte das Land aber hart unter den wirtschaftlichen Folgen des Lockdowns leiden, weil es stark vom Tourismus abhängig ist. Jedes dritte Hotel und Restaurant wird möglicherweise nicht wieder öffnen können. Die Arbeitslosigkeit könnte deshalb wieder auf 20 Prozent steigen.

Der internationale Tourismus soll nach den Plänen Athens am 1. Juli starten. Für Montag ist zudem eine Videokonferenz europäischer Außenminister geplant. Dabei soll besprochen werden, wie die Reisebeschränkungen nach und nach gelockert werden können.

hej/dpa
Die Wiedergabe wurde unterbrochen.