Griechenland Leiche von deutschem Helios-Piloten identifiziert

Knapp zwei Wochen nach dem Absturz eines zyprischen Verkehrsflugzeugs nahe Athen haben Gerichtsmediziner die Leiche des deutschen Piloten anhand der DNA identifiziert. Drei der insgesamt 121 Todesopfer konnten nicht gefunden werden.


Athen - Außerdem sei die Leiche von Piloten-Kollegen anhand eines Ringes identifiziert worden, den der deutsche Flugkapitän trug, berichtete die staatliche griechische Nachrichtenagentur ANA unter Berufung auf Gerichtsmediziner.

Damit seien alle 118 geborgenen Leichen identifiziert worden. Drei Opfer konnten nicht gefunden werden, berichtete der griechische Rundfunk. Die Boeing 737-300 der zyprischen Fluggesellschaft Helios war am 14. August nahe Athen nach einem knapp dreistündigen Irrflug wegen Treibstoffmangels zerschellt. Niemand überlebte. Experten untersuchen noch die Umstände des Absturzes.

Der am vergangenen Montag veröffentlichte vorläufige Ermittlungsbericht bestätigte die These eines plötzlichen Druckabfalls in der Kabine. Außerdem seien die Triebwerke ausgefallen, weil der Maschine der Treibstoff ausgegangen sei. Dem Bericht zufolge bestätigten sich auch vorherige Vermutungen, wonach der Pilot und der Kopilot infolge des Druckabfalls nicht mehr handlungsfähig waren, so dass ein dritter Mann versuchte, das Flugzeug zu steuern. Dabei handelte es sich wahrscheinlich um einen 25-jährigen Flugbegleiter, dessen Blut laut Medienberichten im Cockpit gefunden wurde.



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