Griechische Polizei Millionenteures Picasso-Gemälde fällt bei Präsentation auf den Boden

Die griechische Polizei hat das vor neun Jahren gestohlene Picasso-Gemälde »Frauenkopf« sichergestellt. Doch bei der Präsentation vor der Presse passierte ein Malheur.
»Frauenkopf« auf dem Weg Richtung Boden

»Frauenkopf« auf dem Weg Richtung Boden

Foto: REUTERS TV / REUTERS

Pablo Picassos Gemälde »Frauenkopf« ist wieder da. Stolz präsentierte die griechische Polizei am Dienstag das nach einem Diebstahl wiederentdeckte Werk des Künstlers – doch dabei passierte ein Malheur.

Wie ein Video vom Rande der Pressekonferenz zeigt, wurde das Gemälde zur Präsentation eher nicht seinem geschätzten Wert von 16,5 Millionen Euro entsprechend behandelt. Das Bild wurde ungesichert drapiert, rutschte ganz langsam von seinem Platz und fiel auf den Boden.

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Offenbar kam das Gemälde dabei aber nicht zu Schaden. Zu sehen ist, wie ein Mann das Werk aufhebt und wieder an seinen Platz stellt – diesmal standfester.

Nach neun Jahren wieder aufgetaucht

»Frauenkopf« war vor mehr als neun Jahren aus der Athener Pinakothek gestohlen worden. Nun fand die Polizei das Picasso-Gemälde sowie ein Bild von Piet Mondrian in einem Lagerhaus rund 50 Kilometer von Athen entfernt. Die Ermittlungen waren im vergangenen Februar erneut aufgenommen worden, weil Experten davon ausgingen, dass der »Frauenkopf« auf dem Schwarzmarkt nie verkauft werden konnte – und Griechenland deshalb auch nie verlassen hatte.

Picassos Bild hat für Griechenland abgesehen vom Schätzwert von rund 16,5 Millionen Euro eine weitere, besondere Bedeutung: Das Bild wurde dem Land einst vom Künstler höchstpersönlich für den Widerstand gegen die Nationalsozialisten übergeben.

Das Picasso-Werk war im Januar 2012 bei einem Einbruch gestohlen worden. Wie die Polizei damals erklärte, seien der oder die Täter durch ein Fenster in die Pinakothek gelangt. Bei dem mutmaßlichen Drahtzieher des Kunstraubs soll es sich um einen 49 Jahre alten Mann handeln.

ptz