Feuer in Griechenland Wieder Waldbrände nahe Athen – Ortschaften evakuiert

In der Nähe von Athen kämpfen Dutzende Feuerwehrleute erneut gegen Flammen. Brandstifter sollen für die Feuer verantwortlich sein. Die Bewohner mehrerer Dörfer mussten ihre Häuser verlassen.
Feuerwehrmann im Raum der Kleinstadt Keratea: Einsatz gegen die Flammen

Feuerwehrmann im Raum der Kleinstadt Keratea: Einsatz gegen die Flammen

Foto: ALEXANDROS VLACHOS / EPA

Im Osten Athens ist am Montag ein großer Waldbrand ausgebrochen. Die Behörden ordneten die Evakuierung von drei Dörfern im Raum der Kleinstadt Keratea an. Starke Winde fachten das Feuer an.

Mehrere Löschflugzeuge und Hubschrauber seien im Einsatz gegen die Flammen, die auch abgelegene Häuser erreicht hätten, wie die Feuerwehr mitteilte. Mehr als 70 Einsatzkräfte bekämpften den Angaben zufolge die Flammen.

Dicke Rauchschwaden waren bis ins Dutzende Kilometer entfernte Athen zu sehen. Wegen der seit Monaten anhaltenden Dürre und der starken Winde wird rund ums Mittelmeer auch der kleinste Brand rasch in ein Flammenmeer verwandelt.

Gut sei, dass der Brand in einer Region tobe, die neben dem Meer liege, hieß es. Somit können die Löschflugzeuge und die Hubschrauber schnell neues Wasser in ihren Tanks holen, berichteten Augenzeugen aus der Region.

Brandstiftungen beobachtet

Zwei Bürgermeister der Region sagten griechischen Medien, Brandstifter hätten das Feuer gelegt. Angestellte der Stadt Keratea hätten beobachtet, wie ein Mann einen brennenden Lappen in einen Müllcontainer geworfen habe. Anschließend sei der Brand ausgebrochen.

Ein kleinerer Brand sei zudem in einem unwegsamen Gelände nahe Athen ausgebrochen, berichtete das Staatsradio.

In den vergangenen Wochen sind in Griechenland während einer Hitzewelle mehr als 500 Waldbrände registriert worden. Es wurden Rekordtemperaturen um die 45 Grad Celsius erreicht.

wit/dpa/AP/Reuters