Mutmaßliche Entführung Griechisches Mädchen gibt Maddies Eltern "große Hoffnung"

Durch Zufall entdeckte die griechische Polizei in einem Roma-Lager ein mutmaßlich entführtes Mädchen. Der Fall gibt auch den Eltern der vermissten Madeleine McCann neue Hoffnung.

AP

Athen/London - Der Fall des in Griechenland gefundenen Mädchens hat den Eltern der verschwundenen Madeleine McCann Mut gemacht. "Dies gibt Kate and Gerry große Hoffnung, dass Madeleine lebend gefunden werden kann", sagte ein Sprecher der Familie dem "Daily Mirror".

Die griechische Polizei hatte bei einer Routinekontrolle in einem Roma-Lager im mittelgriechischen Farsala ein vierjähriges Mädchen entdeckt, das nicht die leibliche Tochter der Familie war. Die Ermittler gehen davon aus, dass das Kind seinen biologischen Eltern weggenommen wurde.

Dem Zeitungsbericht zufolge vermuten die Ermittler, dass Maria sowie bis zu zehn weitere Kinder und Jugendliche Opfer von internationalen Kinderhändlern wurden.

Das Mädchen, das auf den Namen Maria hört, wurde derweil in die Obhut der Kinderschutzorganisation "Smile of the Child" übergeben. "Sie hatte Angst und stand unter psychologischem Druck, als sie ankam", zitiert die "Daily Mail" einen Sprecher der Organisation. Sie habe unter schlechten Umständen gelebt und sei sehr dreckig gewesen. Maria befände sich jedoch in einem guten Gesundheitszustand. Das Mädchen spreche nur Roma, könne jedoch ein bisschen Griechisch verstehen. Die Mitarbeiter kommunizierten mit ihr vor allem mit Zeichensprache.

Die griechischen Behörden hatten sich in den vergangenen Tagen mit Bildern des Mädchens an die internationale Öffentlichkeit gewandt. Aufgrund ihres Aussehen vermuten sie, dass Maria aus Nord- oder Osteuropa stammt. Ein 39-Jähriger und eine 40-Jährige, die sich als Eltern des Mädchens ausgegeben hatten, wurden festgenommen.

Die McCanns suchen seit sechs Jahren nach ihrer Tochter. Sie war im Mai 2007 aus einer Ferienanlage an der portugiesischen Algarve verschwunden. Derzeit versuchen die britischen Ermittler mit einer riesigen Medienkampagne, neue Spuren zu finden.

gam/dpa

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