Großbrand Hunderte Arbeiter von Bohrinsel gerettet

Bei einem Brand auf einer Bohrinsel vor der Westküste Indiens konnten mehr als 300 Menschen gerettet werden. Drei Personen kamen ums Leben. Das Feuer brach offiziellen Angaben zufolge aus, nachdem die Insel mit einer anderen Plattform kollidiert war.


Neu-Delhi - Mehr als 300 Menschen seien von der Plattform gerettet und in Sicherheit gebracht worden, teilte ein Vertreter der Betreiberfirma ONGC mit. Etwa 45 Personen würden aber noch vermisst. Nach Angaben von Ölminister Mani Shankar Aiyar brach das Feuer am späten Nachmittag aus und zerstörte den Förderstützpunkt vollständig. Offenbar war zuvor eine Bohrinsel mit der Plattform kollidiert. Dem Unternehmen zufolge ist es jedoch unwahrscheinlich, dass es in dem Gebiet nun zu einer Öl-Katastrophe kommt, da sich die Systeme bei einem solchen Vorfall automatisch schließen sollten.

Die Menschen seien in die Rettungsboote gesprungen und zu nahe gelegenen anderen Öl-Plattformen transportiert worden, sagte Aiyar auf einer Pressekonferenz in der Hauptstadt Neu-Delhi. Allerdings gestalteten sich die Rettungsarbeiten durch die Küstenwache und die Marine wegen der derzeit entlang der Westküste wütenden Monsunregen und Stürme schwierig. Zum Zeitpunkt des Unglückes am Nachmittag soll es der Betreiberfirma zufolge hohe Wellen gegeben haben.

Die Bohrinseln liegen rund 160 Kilometer vor der Küste von Bombay. Der Regierung zufolge wird es etliche Monate dauern, die ausgebrannte Plattform wieder funktionstüchtig zu bekommen. Alle anderen Förderstützpunkte in der Umgebung arbeiteten jedoch normal weiter.

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