Großbritannien Eurovision-Kandidat pinkelt gegen Geldautomaten

Gerade wurde die britische Band Blue auserkoren, das Vereinigte Königreich beim Eurovision Song Contest in Düsseldorf zu vertreten. Doch jetzt kam es zum ungewollten Image-Reinfall: Ein Bandmitglied ließ in aller Öffentlichkeit den Dingen ihren Lauf - beim Geldabheben.

Antony Costa von der Band Blue: "Eine dumme Aktion"
Getty Images

Antony Costa von der Band Blue: "Eine dumme Aktion"


London - Am Sonntag hatte der "Mirror" Fotos des britischen Eurovisions-Kandidaten Antony Costa veröffentlicht. Darauf zu sehen ist ein entspannter junger Mann in khakifarbenem T-Shirt, Boots und schwarzen Jeans, der in der Nähe des Trafalgar Square an einem Automaten Geld abhebt. Er telefoniert mit dem Handy, zückt seine Bankkarte - auf den ersten Blick scheint alles normal. Wäre da nicht der deutlich zu sehende Urinstrahl über der leicht geöffneten Hose.

Die Beiläufigkeit, mit der der 29-Jährige Druck ablässt, könnte die Vermutung nahelegen, dass er sich nicht zum ersten Mal in der Öffentlichkeit erleichterte. Besondere Empörung rief die Tatsache hervor, dass sich in nur 25 Metern Entfernung eine Toilette befindet.

Schon am Tag nach dem Fauxpas kursierten dem Blatt zufolge die ersten Witze über "Pinkel-Costa": Von dem bevorstehenden "Urin-Vision Contest" sei inzwischen die Rede. Auch habe der Musiker "only 1p on his account" gehabt - wörtlich nur einen Pence auf dem Konto, frei übersetzt lediglich die Lizenz für einmal Pinkeln.

Am Montag entschuldigte sich der Musiker im "Daily Mirror" für die "dumme" Aktion. Er sei entsetzt gewesen, als die Fotos auftauchten. Sein Fehlverhalten entschuldigte er damit, dass er "etwas betrunken" gewesen sei.

Einem Millionenpublikum hatte die BBC die Gruppe Blue mit ihrem Titel "I can" als perfekte Wahl für den Eurovision Song Contest angepriesen. Jetzt darf man sich fragen, ob es den jungen Leuten nicht doch noch an dem nötigen Handwerkszeug für eine internationale Karriere fehlt - zum Beispiel Diskretion, guten Manieren und dem Wissen um die eigene Popularität.

Wie der "Mirror" am Montag berichtet, liegen die Fotos inzwischen auch der Polizei vor. Bei einer Anzeige muss Costa demnach mit einem Bußgeld von bis zu 100 Pfund rechnen, hieß es. Costas Teilnahme beim Grand Prix am 14. Mai in Düsseldorf ist dem Bericht zufolge allerdings nicht in Gefahr.

ala/dapd



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