Blinde Passagiere an Bord Öltanker vor der britischen Küste löst Großeinsatz aus - sieben Menschen festgenommen

Sie versteckten sich und bedrohten kurz vor der Ankunft die Crew: Vor der Küste Großbritanniens musste ein Tanker wegen blinder Passagiere außerplanmäßig stoppen. Nach einem Militäreinsatz wurden sieben Personen festgenommen.
"Nave Andromeda" vor der Küste der Isle of Wight

"Nave Andromeda" vor der Küste der Isle of Wight

Foto: - / dpa

Ein Öltanker vor der Küste der Isle of Wight hat die Sicherheitskräfte und das Militär in Großbritannien am Sonntag über Stunden beschäftigt. Nach Angaben der Polizei befanden sich mehrere blinde Passagiere auf der "Nave Andromeda", die unter liberianischer Flagge fährt.

Sieben Personen wurden demnach festgenommen. "Die Ermittlungen dauern an. Ersten Berichten zufolge ist die Besatzung in Sicherheit und wohlauf", teilte die Polizei mit. Inzwischen hat nach Angaben des britischen Verteidigungsministeriums das Militär das Schiff unter seine Kontrolle gebracht.

Die blinden Passagiere hätten zuvor die Besatzung des Schiffes verbal bedroht, hieß es.

Anwälte des Eigentümers schließen Entführung aus

Zuvor war ein Bereich von mehreren Seemeilen rund um den Tanker zum Sperrgebiet erklärt worden. Helikopter sowie Kräfte der Küstenwache waren im Einsatz. Lokale Medien hatten zunächst eine versuchte Entführung angenommen, die Anwälte des Schiffseigentümers schlossen dies der BBC zufolge allerdings aus.

Tanker hätte längst in Southampton anlegen sollen

Die "Nave Andromeda" befindet sich laut der Website Marinetraffic  nur wenige Kilometer vor der Küste der südenglischen Isle of Wight. In unmittelbarer Nähe hielten sich zuletzt zwei britische Seenotrettungsboote auf.

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Der 228 Meter lange und mehr als 42.000 Tonnen schwere Öltanker hatte Anfang Oktober in Nigeria abgelegt und hätte am Sonntagmorgen eigentlich im Hafen von Southampton ankommen sollen. Die Auseinandersetzung mit den blinden Passagieren hatte jedoch wohl das Ankommen zunächst verhindert.

fek/dpa/Reuters
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