Ehepaar im Urlaub Nachbar reißt Teil eines Hauses ab

Da fährt man in Urlaub - und dann so was: In England hat ein Mann große Teile eines Nachbarhauses weggebaggert. Für den mutmaßlichen Täter wird es jetzt wohl richtig teuer.

Stark beschädigtes Haus in Thornton-in-Craven
picture alliance/ PA

Stark beschädigtes Haus in Thornton-in-Craven


In der englischen Grafschaft North Yorkshire hat 55-Jähriger Teile eines Hauses seiner Nachbarn abgerissen. Wie der "Telegraph" meldet, bemerkten die Eigentümer des Gebäudes den Vorfall bei der Rückkehr aus dem Urlaub. Der Nachbar des Ehepaares hatte demnach eine Mauer sowie das Dach über dem Speiseraum entfernt und ein Loch im Badezimmer hinterlassen.

Bei dem Gebäude handelt es sich dem Bericht zufolge um ein historisches Häuschen aus der Mitte des 19. Jahrhunderts - stehen geblieben ist lediglich ein angrenzendes Landhaus aus dem späten 18. Jahrhundert. Ein Gericht hat dem Nachbarn nun auferlegt, 20.000 Pfund zu zahlen. Sollte der Mann das nicht binnen zwölf Monaten tun, käme er für ein halbes Jahr in Haft.

Laut "Telegraph" hatte der Schreiner zwar eine Baugenehmigung zur Erweiterung seiner Farm im Örtchen Thornton-in-Craven - er habe aber für das Projekt nicht das Gebäude seiner Nachbarn abreißen dürfen, das zudem denkmalgeschützt war.

Der Anwalt des 55-Jährigen brachte eine Erklärung für das Verhalten seines Mandanten vor: Der habe zunächst gesetzeskonform ein Loch in die Außenmauer des Hauses geschlagen, um den geplanten Anbau mit dem alten Gebäude zu verbinden. Dabei habe sich jedoch gezeigt, dass es signifikante Probleme mit der Statik gebe - diese hätten das gesamte Gebäude unsicher gemacht. Daher habe er entschieden, anstelle des historischen Baus dort ein neues Gebäude zu errichten.

Der Richter sagte dazu: "Wenn da solch ein Gebäude gebaut würde, profitierten Sie von Ihrer eigenen Kriminalität."

mxw

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insgesamt 4 Beiträge
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Seite 1
pantanea 06.01.2017
1. Zum Glück haben sie es ...
.. gleich bei der Rückkehr aus ihrem Urlaub "bemerkt". Man stelle sich nur vor, sie es nicht gleich bemerkt und wollten ein Zimmer betreten und sehen oder fallen gar in einen Abgrund. Zum Glück war die bauliche Änderung so auffällig, dass man sie wohl sofort "bemerken" muss. Im Ernst: eine dermaßen lustige Verwendung des Begriffs "bemerkt" habe ich selten gesehen. Fast so als hätten die Reisenden auf der Titanic "bemerkt", dass ihr Schiff irgendwie am sinken ist oder DDR-Bürger "bemerkt", dass ihr Staat aufgehört hat zu existieren. Wirklich bemerkenswert. ;-D
guentherzaruba 07.01.2017
2. Meiner Meinung nach ( die nicht richtig sein muß)
sieht das Häuschen unbewohnt aus. Oder hat der "Bauherr" alle Einrichtungsgegenstände entsorgt?
jmat17 08.01.2017
3. bemerkt
Zitat von pantanea.. gleich bei der Rückkehr aus ihrem Urlaub "bemerkt". Man stelle sich nur vor, sie es nicht gleich bemerkt und wollten ein Zimmer betreten und sehen oder fallen gar in einen Abgrund. Zum Glück war die bauliche Änderung so auffällig, dass man sie wohl sofort "bemerken" muss. Im Ernst: eine dermaßen lustige Verwendung des Begriffs "bemerkt" habe ich selten gesehen. Fast so als hätten die Reisenden auf der Titanic "bemerkt", dass ihr Schiff irgendwie am sinken ist oder DDR-Bürger "bemerkt", dass ihr Staat aufgehört hat zu existieren. Wirklich bemerkenswert. ;-D
Seien Sie doch nicht so böse. Wahrscheinlich hat der arme Praktikant sich bemüht, die Meldung aus dem Englischen zu übersetzen oder er hat direkt eine Google-Übersetzung genommen.
Hamberliner 14.01.2017
4. So billig?
Häh? Nachbarhaus demoliert und nur 20000 GBP Schadenersatz? Ich wusste gar nicht, dass durch den Brexit die Immobilienpreise bei den Briten um 90% gefallen sind.
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