Großbritannien Schwere Explosionen nördlich von London

In einem Treibstofflager im Norden Londons hat sich eine Reihe schwerer Explosionen ereignet. Fernsehsender zeigten Bilder von Flammen, die mehr als 100 Meter hoch in den Himmel loderten. Nach Angaben des Senders BBC gibt es mehrere Opfer.


London - Die Detonationen sollen sich in einem Benzindepot in Hemel Hempstead, etwa 40 Kilometer nördlich der britischen Hauptstadt, ereignet haben. Hemel Hempstead liegt in Nähe des Flughafens Luton. Wie ein Reporter des britischen Fernsehsenders Sky News berichtete, schlugen nach der Detonation gegen sechs Uhr Ortszeit östlich der Stadt Saint Albans meterhohe orangefarbene Flammen in den Himmel. Es sei ein "tiefes, lautes Donnern" am Himmel zu hören gewesen, dann sei eine "gewaltige" Explosion gefolgt.

Flammen lodern bei Hemel Hempstead: Polizei tippt auf Unfall
AP

Flammen lodern bei Hemel Hempstead: Polizei tippt auf Unfall

BBC sprach unter Berufung auf die Polizei dagegen von zwei bis drei Explosionen. Es habe Opfer gegeben, darunter auch mehrere Tote, wie viele, sei aber noch unklar. Der Sender zeigte Bilder von riesigen Flammen, die etwa 100 bis 200 Meter hoch in den Himmel loderten.

Nach Angaben eines weiteren Zeugen barsten durch die Wucht der Explosion Fensterscheiben in einem Hotel. Andere Zeugen berichteten von vier weiteren Explosionen binnen einer halben Stunde nach der Hauptdetonation. Anwohner in Hemel Hempstead sprachen von einem lauten Knall. Die Erschütterung sei auch in den Häusern zu spüren gewesen.

Der Anwohner Duncan Milligan berichtete, sein Haus stehe rund fünf Kilometer vom Explosionsort entfernt, doch überall sei Rauch. "Ein Gebäude in der Nähe der Autobahn brennt, Polizei und Rettungsdienste sind überall." Anderen Berichten zufolge hörten Zeugen kurz vor der ersten Detonation das Geräusch eines Flugzeugs. Einige Anwohner berichteten, sie hätten ein Flugzeug in das Treibstofflager stürzen sehen.

Die Polizei erklärte mittlerweile, es gebe keine Anhaltspunkte für einen Anschlag. Die Explosionen seien höchst wahrscheinlich auf einen Unfall zurückzuführen. Man werde aber alle Möglichkeiten untersuchen.



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