Autopsie in London Toter Wal in der Themse - Wissenschaftler gehen von Schiffskollision aus

Vor drei Tagen wurde ein Buckelwal in der Themse entdeckt. Nun ist das Tier gestorben. Wissenschaftler vermuten, dass das Tier mit einem Schiff zusammenstieß.

Wo sich der Wal verletzte, konnten die Wissenschaftler nicht sagen
Invicta Kent Media/ Shutterstock

Wo sich der Wal verletzte, konnten die Wissenschaftler nicht sagen


Ein in der Themse gesichteter Buckelwal ist tot. Sein lebloser Körper wurde unter einer Brücke im Dorf Greenhite in der Grafschaft Kent, rund 30 Kilometer von London entfernt, entdeckt. Der Wal sei wahrscheinlich von einem Schiff angefahren worden, teilten die Wissenschaftler mit, die an der Autopsie des Tiers beteiligt waren.

Der acht Meter lange Buckelwal war am Montag in der Themse entdeckt worden. Die Wissenschaftler berichteten, sie hätten eine große Wunde an der Unterseite seines Kopfes gefunden.

Das Team sei der Meinung, dass die Verletzung wahrscheinlich von dem Zusammenstoß mit einem Schiff stamme. Das Weibchen sei an der Wunde gestorben, sagte Rob Deaville von der Zoologischen Gesellschaft in London, die in einem Programm gestrandete Wale untersucht.

Wo der Unfall geschah, konnten die Wissenschaftler nicht sagen. Es sei möglich, dass der Wal bereits außerhalb der Themse mit einem Schiff kollidiert und mit diesen Verletzungen durch den Fluss geschwommen sei, teilte Deaville weiter mit. Die Wissenschaftler entdeckten auf dem Körper des Tiers auch ältere Narben. Sie vermuten, dass es sich vor seinem Tod in einem Netz verfangen haben könnte.

Laut dem britischen "Guardian" verirren sich Buckelwale nur äußerst selten an die Küste Großbritanniens. Jährlich würden nur ein bis zwei Tiere gesichtet. Bei diesem Buckelwal handele es sich aber bereits um das fünfte Tier im Jahr 2019.

sen/Reuters

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