Frühgeburt auf Tiroler Alm Schwangere löst Großeinsatz der Bergrettung aus

Eine einsame Berghütte in Tirol, und dann setzen plötzlich die Wehen ein: Eine 30-jährige werdende Mutter hat für einen Großeinsatz der Bergrettung gesorgt.

Lienz in den Tiroler Alpen (Archiv): Hierher wurden Mutter und Kind nach der Geburt gebracht
Corbis

Lienz in den Tiroler Alpen (Archiv): Hierher wurden Mutter und Kind nach der Geburt gebracht


Sillian - Eine schwangere Frau hat in Österreich einen ungewöhnlichen Einsatz ausgelöst. Bei der 30-jährigen Pächterin einer Berghütte in Tirol hatten laut ORF am Dienstagmorgen unerwartet die Wehen eingesetzt. Wegen des schlechten Wetters konnte der Notarzthubschrauber nicht landen, teilten die Behörden mit. Bergretter und eine Gynäkologin stiegen deshalb zu Fuß zu der in 2350 Metern Höhe gelegenen Berghütte auf.

Die 30-Jährige wurde zunächst zu einer weiter talwärts gelegenen Alm gebracht. Doch auch von dort konnte sie nicht ausgeflogen werden. Schließlich brachte die Frau gegen 18 Uhr ihr Kind zur Welt - auf 2250 Metern Höhe. Kurz darauf konnten Mutter und Kind laut ORF doch noch mit einem Rettungshubschrauber ins Krankenhaus nach Lienz geflogen werden. Möglich machte es eine kurzzeitige Wetterverbesserung.

Ein Sprecher der Klinik in Lienz sagte SPIEGEL ONLINE, es habe sich um eine Frühgeburt gehandelt. In welcher Schwangerschaftswoche das Kind zur Welt kam, wollte er nicht sagen. Der Mutter gehe es körperlich gut, das Neugeborene indes sei noch am Abend ins Landeskrankenhaus nach Villach verlegt worden. Zum Gesundheitszustand des Babys konnte er keine Angaben machen.

Insgesamt waren bei der Aktion 15 Bergretter im Einsatz.

rls/dpa

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