Großeinsatz in Bergkamen Feuerwehr verspätet in den April geschickt

Ein 14-Jähriger aus Bergkamen narrte offenbar Feuerwehr und Polizei mit einer fingierten Vermisstenmeldung. Der Grund: Ein Spielfreund wäre angeblich in einen eingestürzten Stollen gefallen. An der Suchaktion waren 200 Einsatzkräfte beteiligt.


Suchmannschaft im Einsatz
AP

Suchmannschaft im Einsatz

Bergkamen - In der Nacht zum Mittwoch suchten Feuerwehr und Polizei sieben Stunden lang vergeblich nach dem angeblich verschütteten Teenager. In den Vernehmungen habe sich der 14-Jährige "immer etwas anderes einfallen lassen", sagte am Mittwoch eine Sprecherin der Kreispolizei Unna. Bislang habe er allerdings nicht zugegeben, dass er sich alles nur ausgedacht habe. Für die Suche hatten die Bergungsmannschaften auch Hundestaffeln, Wärmebildkameras und Richtmikrofone eingesetzt. Nach mehreren Bohrungen waren die Helfer schließlich bis zum Ende des rund hundert Meter langen Stollens vorgedrungen, ohne jemanden zu finden.

Der Junge werde wahrscheinlich im Laufe des Tages erneut vernommen, so die Polizeisprecherin. Jetzt müsse unter anderem geklärt werden, wer die "erheblichen Kosten" für den Einsatz trage, hieß es.



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