Grubenunglück in Ecuador Retter bergen Leichen von zwei vermissten Kumpeln

Bis zuletzt hatten Angehörige und Helfer Hoffnung, doch nun kam die traurige Nachricht: Keiner der vier Bergarbeiter hat das Grubenunglück in einer Goldmine in Ecuador überlebt. Rettungskräfte bargen die Leichen der letzten beiden Vermissten.

AFP

Portovelo - Nur eine Woche nach dem Freudentaumel über die Rettung der 33 in Chile verschütteten Bergleute, müssen Angehörigen von ecuadorianischen Minenarbeitern den Tod ihrer Männer, Brüder, Väter und Söhne verkraften: Keiner hat den Einsturz eines Stollens in einem Goldbergwerk überlebt.

Rettungskräfte fanden am Mittwoch die Leichen der beiden noch vermissten Kumpel. Die beiden Männer seien tot, sagte ein Mitglied der Rettungsmannschaften an der Casa-Negra-Mine rund 400 Kilometer von der Hauptstadt Quito entfernt.

Am vergangenen Freitagmorgen waren vier Kumpel in der Mine bei Portovelo, rund 400 Kilometer südwestlich der Hauptstadt Quito, verschüttet worden. Ein Stollen in 150 Metern Tiefe war eingestürzt.

Sofort begannen Rettungskräfte mit der Suche nach den Männern. Die Leichen von zwei Verschütteten wurden bereits am Samstag kurz nach dem Unglück aufgefunden. Noch am Mittwoch äußerten die Behörden die Hoffnung, die beiden anderen Vermissten lebend zu finden.

Präsident Rafael Correa besuchte das Bergwerk und sagte, alles Menschenmögliche sei getan worden, um die Vermissten zu retten.

siu/dpa/AP/dapd



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