Grimmige Katze bei Tussauds Grumpy Cat trifft Frumpy Cat

Grumpy Cat hat viel um die Ohren: Weihnachtsmannmützen tragen, Dinos knutschen, für Katzenfutter werben. Jetzt musste sich die grimmige Miezekatze auch noch ein Denkmal setzen lassen. Not amused!


Grumpy Cat sieht wenig begeistert aus, als es sein Double bei Madame Tussauds in San Francisco erstmals trifft. Die Ohren leicht angelegt, die Mundwinkel wie gewohnt mürrisch nach unten gezogen, schaut das Tier genervt in die Kamera. Neben ihm hat sich sein Alter Ego ungewohnt schläfrig auf einem Katzenkuschelkissen niedergelassen. Und sieht sehr unspektakulär aus.

Vielleicht fühlt sich Grumpy Cat nicht gut getroffen. Verständlich, denn die Produktenttäuschung ist bei Tussauds ja irgendwie inhärent. Fast nie sehen die Wachsfiguren ihren Vorlagen so richtig ähnlich, fast immer hat man das Gefühl einer seltsamen Verfremdung, deren Sinn verborgen bleibt.

Grumpy-Cat-Besitzerin Tabatha Bundesen allerdings war begeistert von dem Ergebnis. "Wir sind absolut stolz auf diese Ehre", sagte sie bei der Enthüllung. Seit die grimmige Katze 2012 zur Internet-Sensation wurde, wird sie genötigt, solch artfremden Events beizuwohnen. Grumpy Cat twittert, Grumpy Cat wirbt, Grumpy Cat sorgt für News.

Im Gegensatz zu den üblichen Stars aus Wachs ist die Katze eine Nachbildung aus Fiberglas, Silikon und künstlichen Haaren. Sie kann den Kopf heben, die Ohren bewegen und sich ein wenig räkeln. Natürlich hängen die Mundwinkel wie bei dem lebendigen Vorbild stets nach unten.

Nach mehreren Monaten in San Francisco soll die Figur in den fünf weiteren US-Standorten von Madame Tussauds gezeigt werden. Später seien auch Ausstellungen in Europa geplant, hieß es. Zeit für einen aufgeregten Gesichtsausdruck.

ala/dpa



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