Neue Brände im Sperrgebiet des Grunewald »So richtig Ruhe ist noch nicht drinnen«

Aufflammende Glutnester und Explosionsgeräusche: Die Lage im Berliner Grunewald bleibt angespannt. Auch für die Freigabe der Autobahn 115 sind die Voraussetzungen noch nicht erfüllt.
Großeinsatz im Berliner Grunewald (Aufnahme vom 7. August)

Großeinsatz im Berliner Grunewald (Aufnahme vom 7. August)

Foto: Christophe Gateau / dpa

Noch immer gibt es nach dem Großbrand im Berliner Grunewald keine Entwarnung: Bei einer Patrouille in der Nacht zum Dienstag wurden laut Feuerwehr am Rande des Sperrgebietes wieder kleinere Brände gesichtet. Diese seien so gut wie möglich bekämpft worden, sagte ein Feuerwehrsprecher. Die Einsatzkräfte hätten auch wieder Explosionsgeräusche gehört.

»So richtig Ruhe ist noch nicht drinnen«, sagte ein Sprecher. Immer wieder würden Glutnester aufflammen. Die Einsatzkräfte löschten die Brände demnach vom Rand des Sperrkreises aus. Die Autobahn A115 (Avus) bleibe vorerst weiter gesperrt.

Am Montagabend lagen die Temperaturen nach Angaben der Feuerwehr auf dem Sprengplatz bei unter 60 Grad Celsius – am Morgen zuvor waren noch Werte von 140 Grad registriert worden. Die Temperaturen sollen zeitnah erneut überprüft werden. Wenn sie dauerhaft unter 60 Grad bleiben würden, sei es möglich, den Sperrkreis zu verringern, sagte der Sprecher. Dann sei auch eine Freigabe der Avus möglich.

Die Bewässerung des Sprenggeländes, auf dem die Polizei tonnenweise alte Granaten, Munition und beschlagnahmte Feuerwerkskörper lagert, gestaltet sich dem Sprecher zufolge weiterhin als »sehr aufwendig und kompliziert«. Die Feuerwehrleute können das Gebiet nicht betreten, sondern sind mit Löschrobotern und umgebauten Panzern im Einsatz.

Das Feuer war in der Nacht zum Donnerstag nach bisherigen Erkenntnissen auf dem Sprengplatz ausgebrochen. Die Ursache ist noch nicht bekannt.

bbr/dpa/AFP
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