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WM: Gummistiefel über Berlin

Foto: Bernd von Jutrczenka/ dpa

Weitwurf-WM in Berlin Flieg, Gummistiefel, flieg!

Zur hochoffiziellen Weltmeisterschaft im Gummistiefelweitwurf kamen vor allem Finnen und Esten nach Berlin. Aber auch die Deutschen schnitten gut ab - den ausrichtenden Verein "Gib Gummi 03 Berlin" freut's.

Berlin - Der Finne Saku Paavola hat die Weltmeisterschaft im Gummistiefelweitwurf in Berlin gewonnen - er kam auf 61,02 Meter. "Er hat diesmal richtig gut sein Ding gemacht", sagte Anita Otto, Vorsitzende des Vereins "Gib Gummi 03 Berlin", der die WM ausrichtete. Paavola, dessen Alter lediglich mit "Anfang 20" angegeben wurde, blieb allerdings unter seiner persönlichen Bestmarke von 65,25 Metern, die er im vergangenen Jahr geschafft hatte.

An dem ungewöhnlichen Wettstreit hatten sich am Wochenende auf einem Berliner Sportplatz im Stadtteil Tegel etwa 60 Finnen, Esten und Deutsche beteiligt. Bei den Teams kamen die Deutschen auf den zweiten Platz - nach den Finnen, natürlich.

Schließlich wurde dort der Freizeitspaß 1975 zum Mannschaftssport erklärt, auch wenn in einigen anderen Ländern immer wieder Stiefel möglichst weit geworfen werden. Auch in Berlin waren einige Finnen dabei, die bereits vor 40 Jahren aktiv gewesen sein könnten. "Für den Titel reicht es bei denen aber nicht mehr", sagte Otto. "Die Zukunft des Stiefelweitwurfs" sei nun in den Händen der jugendlichen Werfer.

Und wie geht das? Alles eine Frage des Handwerks: "Die Technik beim Stiefelwerfen ist ein Mittelding aus Diskus- und Speerwerfen", sagt Otto, die auch deutsche Präsidentin des internationalen Verbands der Stiefelwerfer (IBTA) ist. Die genaue Wurftechnik ist den Wettstreitern freigestellt, geregelt ist allerdings die Stiefelfrage: Männer werfen Stiefel der Größe 43 mit einem Gewicht von einem Kilogramm, bei den Frauen sind es 850 Gramm in Größe 38.

Die WM fand übrigens unter widrigen Bedingungen statt. Wegen der Flut musste das Ereignis kurzfristig vom sächsischen Döbeln nach Berlin verlegt werden - und eine Reihe von Teilnehmern sagte ab.

fab/dpa
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