Müll, Lärm, Lagerfeuer Gumpe am Königsbach wird für Touristen gesperrt

Dieses Motiv wird man seltener auf Instagram sehen: Der Bereich um die Gumpe am bayerischen Königsbach-Wasserfall soll nicht mehr für Touristen zugänglich sein. Sie hatten kilometerlange Trampelpfade im Nationalpark erzeugt.
Die Gumpe am Königsbach-Wasserfall: Keine Instagram-Fotos mehr

Die Gumpe am Königsbach-Wasserfall: Keine Instagram-Fotos mehr

Foto: Sabine Dobel / dpa

Sonnenschein, Bäume und eine herrliche Aussicht auf den See: Der Bereich um die Gumpe am Königsbach-Wasserfall im Nationalpark Berchtesgaden zählt wahrscheinlich zu den beliebtesten Fotoszenerien aus Deutschland auf Instagram. Doch damit ist vorerst Schluss – der Bereich ist für mindestens fünf Jahre gesperrt worden.

»Damit soll der Natur Zeit gegeben werden, sich wieder zu erholen«, teilte das Landratsamt mit . Die Verordnung, die das Landratsamt Berchtesgadener Land als untere Naturschutzbehörde erlassen hat, soll an diesem Mittwoch in Kraft treten.

Über die sozialen Medien wurde der ehemals versteckte Ort weltweit bekannt. Tausende Fototouristen besuchen nach Angaben des Nationalparks die Gumpe am Wasserfall jährlich und lichten sich darin ab – insbesondere der sogenannte Natural Infinity Pool im oberen Teil gilt als beliebt.

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Touristen trampelten sich Pfade frei

Die Folge: Müll, Lärm, illegale Lagerfeuer und immer wieder Rettungsaktionen für in Not geratene Besucher. In den vergangenen Sommern habe sich durch die Gäste ein weit verzweigtes Netz aus Trampelpfaden mit einer Länge von mindestens drei Kilometern neu gebildet, hieß es. Dadurch seien der Boden sowie die Tier- und Pflanzenwelt stark gefährdet worden.

Die jetzt erlassene Verordnung soll zur Erholung der Vegetation beitragen und Bodenwunden schließen. Eine weitere Sperrung nach den kommenden fünf Jahren sei nicht ausgeschlossen.

ptz/dpa

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