Ha(ar)lali Räuberbanden machen Jagd auf Zöpfe

Im südostasiatischen Myanmar müssen sich langhaarige Frauen derzeit besonders in Acht nehmen. Unbekannte Haar-Schnipsler treiben dort ihr Unwesen - und bringen Hilflose auf offener Straße um Locken, Zöpfe und Strähnen.


Yangon - "Mein langes Haar wurde abgeschnitten, als ich aus dem Büro kam. Doch ich habe es erst zu Hause bemerkt", berichtete ein weibliches Opfer der Locken-Räuber einem örtlichen Nachrichtenmagazin. Sie sei im Bus unterwegs gewesen und habe die Attacke auf ihr Haupthaar gar nicht wahrgenommen. Andere Frauen in Myanmar wurden dem Bericht zufolge auf offener Straße oder in Geschäften überfallen.

Viele Frauen in dem südostasiatischen Land, dem früheren Birma, tragen hüft- oder sogar knielanges Haar, meist zu Pferdeschwänzen zusammengebunden, und bieten den Locken-Räubern damit ausreichend Angriffsfläche. Dem Bericht zufolge werden die abgeschnittenen Strähnen zu Haarteilen und Extensions verarbeitet. Der Preis für das Rohmaterial Haar stieg zuletzt auf bis zu 300 Euro pro anderthalb Kilogramm.

jdl/AP



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