Australische Ostküste Japaner stirbt nach Hai-Angriff

Sämtliche Rettungsversuche kamen zu spät: Ein Hai hat an der Ostküste Australiens einen Surfer getötet. Der 41-jährige Japaner verlor bei dem Angriff beide Beine - und verblutete.


Sydney - An der australischen Ostküste ist ein Mann bei einem Hai-Angriff ums Leben gekommen. Nach Angaben der Behörden griff das Tier den Japaner morgens am Shelly Beach nahe Ballina südlich von Brisbane an. Mehrere Surfer zogen den Verletzten nach dem Angriff aus dem Wasser und leisteten Erste Hilfe. Der 41-Jährige konnte aber nicht mehr gerettet werden.

Eine Café-Besitzerin sagte, der Hai sei plötzlich zwischen ein paar Surfern aufgetaucht, die nicht weit draußen unterwegs gewesen seien. Ballinas Bürgermeister David Wright erklärte, der 41-Jährige habe auf seinem Surfbrett gesessen und auf eine Welle gewartet, als der Hai nach ihm schnappte. "Weil er beide Beine verloren hat, ist er sehr schnell verblutet."

Es soll sich um einen bis zu vier Meter langen Weißen Hai gehandelt haben, berichtete die Zeitung "The Northern Star". Eine Bestätigung dafür gibt es bislang aber nicht. "Wenn ein Hai ein Surfbrett und die darauf sitzende Person angreift, muss er sehr groß sein", sagte Bürgermeister Wright.

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Australien: Tödlicher Hai-Angriff an der Ostküste
Die Strände in der Umgebung wurden nach dem Angriff gesperrt. Erst am Sonntag war etwa 20 Kilometer entfernt, am Seven Mile Beach, ein 35-jähriger Surfer von einem Hai attackiert und schwer verletzt worden.

Haie sind an Australiens Küsten sehr verbreitet. Experten zufolge nimmt die Zahl der Hai-Attacken zu, da immer mehr Menschen Wassersport betreiben. Im Dezember starb im Nordosten des Landes ein 18-Jähriger. Im Oktober verlor ein junger Surfer bei einem Hai-Angriff an der Südküste von Western Australia Teile beider Arme. Im September wurde ein Mann beim Schwimmen vor Byron Bay an der Ostküste getötet.

In den vergangenen 100 Jahren haben Haie in Australien nach Angaben von Tierschützern der Taronga Conservation Society mehr als 170 Menschen getötet. Vor der Westküste des Landes hatte die Regionalregierung von Western Australia Anfang 2014 nach mehreren tödlichen Attacken die Tötung von Haien bestimmter Arten und mit einer Größe von mehr als drei Metern beschlossen. Bei der dreimonatigen Aktion waren rund 170 Raubfische gefangen worden. Ein Teil davon wurde getötet, andere wurden gekennzeichnet und wieder ins Wasser gelassen.

wit/AFP/AP/dpa

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