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Großeinsatz in Hamburg: Erneut Brand in Bunker

Foto: Daniel Bockwoldt/ dpa

Hamburg Brand in Bunker - tonnenweise Pyrotechnik gelagert

Die Feuerwehr spricht von einem "extrem schwierigen Einsatz": Erneut ist in einem Hamburger Hochbunker ein Brand ausgebrochen. Es kam zu Verpuffungen - in dem Gebäude lagern mehrere Tonnen Pyrotechnik.

Zum zweiten Mal binnen weniger Tage brennt es in einem Hamburger Hochbunker. In dem Bauwerk aus dem Zweiten Weltkrieg lagern bis zu 5,5 Tonnen Pyrotechnik. "In dem Bunker im Stadtteil Bahrenfeld hat es recht große Zerstörungen gegeben", sagte ein Feuerwehr-Sprecher. Ein Teil der Pyrotechnik sei wohl in der Nacht explodiert.

Die Löscharbeiten mussten zwischendurch unterbrochen werden, weil es nach weiteren Verpuffungen zu gefährlich war. "Das ist ein extrem schwieriger Einsatz", sagte der Sprecher. "Im Moment müssen wir abwarten."

Verletzte gab es nicht. Die Häuser in der Nachbarschaft des Bunkers in der Von-Sauer-Straße wurden vorsorglich geräumt. Die Bewohner seien in Sicherheit. "Die Gefahr für die Anwohner ist gering, weil die Pyrotechnik dem Bunker nichts anhaben kann", sagte der Sprecher. Etwa 150 Menschen waren betroffen. "Etwa die Hälfte haben wir vorerst in Bussen und Zelten untergebracht, die anderen sind bei Verwandten oder Freunden untergekommen."

Die Feuerwehr war mit einem Großaufgebot zu dem dreigeschossigen Gebäude ausgerückt. Die Pyrotechnik lagerte im ersten und zweiten Obergeschoss. Der Einsatz wird nach Angaben der Feuerwehr wohl noch mehrere Stunden dauern. Für die Menschen, die ihre Wohnungen verlassen mussten, werde das Bezirksamt eine Notunterbringung organisieren. Zwei bettlägerige Menschen wurden vorübergehend ins Krankenhaus gebracht.

Erst am Dienstag hatte es im Hamburger Stadtteil Rothenburgsort in einem Hochbunker gebrannt. Es gab eine explosionsartige Durchzündung von Rauchgas. 45 Menschen wurden verletzt. Anwohner mussten die Häuser verlassen. Auch am Freitag konnten die rund 400 Menschen immer noch nicht in ihre Wohnungen zurück. Ebenso warten der Baustatiker und die Brandermittler des Landeskriminalamts weiterhin auf grünes Licht von der Umweltbehörde.

wit/dpa
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