Fetter Namensstreit Hamburger Croque-Laden darf sich nicht "Fettes Brot" nennen

Ein Hamburger Wirt wollte unter dem Namen "Fettes Brot" Croques verkaufen. Doch das schmeckte dem gleichnamigen Hip-Hop-Trio nicht. Es erreichte eine einstweilige Verfügung.
Band Fettes Brot (Archivbild aus dem Jahr 2015): Unmut über Vereinnahmung des Namens

Band Fettes Brot (Archivbild aus dem Jahr 2015): Unmut über Vereinnahmung des Namens

Foto: DPA

"Wes Brot ich ess', des Lied ich sing." So lautet ein altes Sprichwort. Und so hätte es womöglich auch im Hamburger Croque-Imbiss "Fettes Brot" laufen können, hätten sich dessen Betreiber und die gleichnamige Hamburger Hip-Hop-Band über den Namen des Lokals im Guten geeinigt. Doch daraus wird nichts.

Wie die Hamburger Band auf Facebook mitteilte, hat sie eine einstweilige Verfügung gegen den Betreiber des Lokals erwirkt. Ein Sprecher des Hamburger Landgerichts bestätigte dies. Der Wirt darf seinen Laden nicht mehr so nennen und auch keine Werbung unter diesem Namen in sozialen Medien betreiben. Zuvor hatten Hamburger Medien darüber berichtet.

Wie die Band schrieb, habe man den Betreiber privat kontaktiert und sich "gleichzeitig amüsiert und erschrocken" erkundigt, warum dieser mit dem Namen der Band seinen Imbiss bewerbe. Nach Angaben der Musiker soll der Ladenbesitzer unter dem Bandnamen auch selbst Rap-Musik veröffentlicht haben. Auf die Anfrage habe jedoch lediglich eine Anwaltskanzlei reagiert.

Das Trio habe sich dadurch gezwungen gesehen, vor dem Landgericht eine einstweilige Verfügung zu erwirken. "Klarzustellen bleibt, dass wir dem jungen Geschäft jeden Erfolg wünschen. Nur bitte: ohne uns dabei namentlich zu vereinnahmen", teilte die Band mit.

Laut der "Hamburger Morgenpost" sieht sich der Ladeninhaber dagegen im Recht. Der Name der Band sei nicht rechtlich geschützt und eine Verwendung folglich nicht strafbar. Der Streit dürfte die Gerichte weiter beschäftigen.

"Die Band begründet ihr Recht offenbar damit, dass sie so bekannt seien, dass ihr Name auch ohne Eintragung Markenschutz genießt. Das ist falsch. Da werden wir gegen angehen", teilte der Anwalt des Besitzers laut der "Morgenpost" mit.

fek/dpa